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Was sind Indianerreservate?

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Was sind Indianerreservate?

In den USA und Kanada leben noch rund 3 Millionen Indianer und Mischlinge, die sich zu den Indianern zählen. Viele lebten in Reservationen. Was ist das eigentlich? Johannes aus Fürth möchte wissen, was ein Indianerreservat oder eine Reservation ist.

Reservationen sind klar abgesteckte Gebiete, die die Regierung den Indianern zugesprochen hat. Es sind Gebiete in den USA und in Kanada, die den Indianern vorbehalten sind. Zunächst wurden sie zwangsweise dorthin gebracht. Die Indianer verwalten sich dort selbst, haben aber kaum Verdienstmöglichkeiten, außer dem Tourismus. Sie leben dort abgeschirmt vom Rest der Bevölkerung.

In den USA gibt es um 280, in Kanada rund 2250 Indianerreservationen.
In den Reservationen gab es kaum Arbeit, oft schlechte Hygiene, viel Alkohol und Drogen und so verließen viele Indianer diese Gebiete um in den Städten eine bessere Zukunft zu finden. Für viele brachte das auch keinen Erfolg. Allerdings haben sich die Indianer mittlerweile besser organisiert und versuchen auch durch Schulbildung ihre Situation zu bessern.

In einigen Reservaten lagerten sogar kostbare Bodenschätze und es brachen wieder Auseinandersetzungen aus. So war im Reservat der Blackfoot Öl und Gas und bei den Ojibwa in Wisconsin Kupfer gefunden worden. Bei den Navajo entdeckte man Kohle und Uran. Kaum war klar, dass auf dem Gebiet der Indianer Reichtümer versteckt waren, rollten wieder die Weißen an, um sie auszubeuten.

Mittlerweile klagen viele Indianer ihre Rechte ein, zum Teil mit Erfolg. So beschloss Anfang 2000 die US-Regierung dem Stamm der Ute rund 350 m Land zurückzugeben, das einst ihren Vorfahren gehört hatte. Das erdöl- und erdgasreiche Gebiet in Utah war den Indianern 1882 übertragen worden. Doch weil man das Erdöl benötigte, nahm es die Regierung während des 1. Weltkriegs den Indianern wieder weg. Nach der Rückgabe an die Ute muss die Regierung 8,5 % der Einnahmen aus der Öl- und Erdgasproduktion an die Indianer abtreten.

In Kanada kamen im Jahr 2000 mehr als 300 Verfahren vor Gericht, bei denen es immer um die Landrechte der Indianer ging. Um Rechte zu fischen oder Holz und Öl zu nutzen.

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