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Warum hatten die Indianer Federn?

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Warum hatten die Indianer Federn?

Für uns gehört es zum typischen Bild eines Indianers, dass er einen Kopfschmuck trägt oder Federn im Haar. Ist das wirklich so? Nikolaus aus Sulzbach-Rosenberg möchte das wissen.

Nicht alle Indianer haben einen Kopfschmuck getragen. Frisuren und Kopfschmuck waren vom eigenen Geschmack geprägt, mussten aber immer den Bräuchen eines Stammes entsprechen. So hatten Irokesen eben eine ganz andere Frisur als Sioux. An diesen Frisuren konnt man dann auch erkennen, welchem Indianervolk ein fremder angehörte. Die Prärie- und Plainsindianer schmückten sich nur zu feierlichen Anlässen mit Federn.

Die Indianer der Prärie trugen Federn die vom Steinadler stammten. Die Indianer bewiesen ihre Tapfkeit dadurch, dass sie die Federn des wilden und mächtigen Vogels sammelten, der im Gebirge in schwer begehbaren Höhen lebte. Einzelen Adlerferdn wurden gefärbt oder eingekerbt und zeugten vom Mut und den vergangenen Taten des Trägers.

Die Federn wurden verschieden beschnitten. Wobei es auch da Unterschiede bei den einzelnen Stämmen gab. Der Träger beschnitt seine Federn in einer speziellen Weise. Das war wie eine Art Symbolsprache. Dadurch wussten die anderen Indianer, was für einen Kerl sie vor sich hatten. Als Beispiel seien die Dakota-Sioux Indianer genannt:
Eine rotgefärbte Feder - im Kampf verwundet.
Eine Feder mit rotem Punkt - Tötete einen Feind.
Eine gespaltene Feder - Krieger mehrmals verwundet.
Federn mit Einschnitt - Schnitt einem Feind die Kehle durch und skalpierte ihn.
Feder mit gezacktem Rand - vier Heldentaten
Teilweise ausgerissene Feder - Fünf Heldentaten.
Im Prinzip waren die Federn so etwas wie die Orden und Abzeichen bei den Soldaten. Alle anderen wussten dann, wen sie vor sich hatten.

Eine Federhaube stand für große militärische Leistung. Die Cheyenne erkannten an der Federhaube einen Krieger, der sich durch Tapferkeit und Schlachterfahrung hervorgetan hatte. Sie stand aber auch für Weisheit, denn nur ein weiser Krieger und Anführer gewinnt auch eine Schlacht. Deshalb trugen oft die Häuptlinge den auffälligsten Federschmuck. Hauben aus Federn des Weißkopf-Seeadlers waren etwas ganz besonderes. Denn dieser Adler war für die Indianer ein heiliges Tier. Sie sagten von ihm, der Seeadler würde am höchsten fliegen und dem Schöpfer am nähsten sein.

Im Kampf wurden diese Federhauben nicht aufgesetzt, denn dort wären sie nur hinderlich gewesen.

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