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Urban Islam - Zwischen Handy und Koran

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Urban Islam - Zwischen Handy und Koran

Die Ausstellung im Museum der Kulturen in Basel wird noch bis 17. September 2006 verlängert und ist einen Besuch wert. Wie leben Muslime in Istanbul, Marakkesch oder Basel? Wie in Dakar oder in Paramaribo? Und wo liegt das überhaupt? Junge Menschen aus verschiedenen Kontinenten erzählten von ihrem Alltag und welche Rolle der Islam darin spielt. Farbige Inszenierungen, Collagen, Musikclips und Videos machen die Ausstellung eindrucksvoll und persönlich.

Terrorismus, Mohammed - Karrikaturen, Kopftuch im Unterricht. Solche Schlagwörter bestimmten die Medien in den letzten Monaten. Die Frage, die dahinter steht lautet: Welchen Stellenwert hat der Islam im öffentlichen Leben?

Die Basler Ausstellung beantwortet diese Frage sehr persönlich und unvoreingenommen, indem sie junge muslimische Erwachsene aus Städten in Marokko, dem Senegal, Surinam, der Türkei und der Schweiz in ihrem Alltag begleitet.

Ihr Leben, ihre Fragen und Überzeugungen stehen im Mittelpunkt der Ausstellung, die wir jetzt gemeinsam besuchen:

Raum 1: Ursprünge

Hier kannst du dich über die Grundlagen des Islam informieren. Die sechs Kapitel Gott, Der Prophet Mohammed, Sunniten und Schiiten, Koran, Moschee und Die fünf Pfeiler des Islam sind die Basis für die Lebensentwürfe der jungen Muslime in den nächsten Räumen.

Von jetzt an wirds bunt. Jeder Raum versetzt uns in ein anderes Land.

Raum 2: Istanbul

Ferat (33 Jahre) spricht über die Trennung von Staat und Religion in der Türkei, über das wilde Nachtleben in Istanbul und die Beerdigung von seiner Oma.



Raum 3: Marrakesch

Die 23-jährige Hanane bezeichnet sich als moderne Muslimin und erzählt von den verschiedenen Arten, seinen Glauben in Marokko zu leben, über Frauenzeitschriften und Fernsehprediger.

Raum 4: Paramaribo

Farina (24) lebt in dem südamerikanischen Land Surinam, in dem nur 20% der Einwohner Muslime sind. Sie stellt fest, dass es dort multikulturell und multireligiös zugeht. Alle feiern christliche, hinduistische und islamische Feste.


Raum 5: Dakar

Alioune verkauft Musikkassetten in seiner senegalesischen Heimatstadt. Er hört gern Rap und Zouk und ist stolz darauf der muslimischen Bruderschaft der Muriden anzugehören.



Raum 6: Schweiz

Jugendliche essen Döner und Falafel, Frauen mit Kopftuch schieben Kinderwagen durch die Altstadt. Welche Vorstellungen über den Islam gibt es hier? Was denkt ihr darüber? Hier erfahrt ihr Zahlen und Daten zum Leben von Muslims in der Schweiz, könnt Fragen und Antworten von Schweizer Schülerinnen und Schülern dazu lesen und euch überlegen, was ihr meint.

Adresse
Museum der Kulturen Basel
Augustinergasse 2
4051 Basel
Tel +41 61 266 56 00

Öffnungszeiten
Dienstag-Sonntag 10-17 Uhr, Montag geschlossen.
Geschlossen: 1. August

Freier Eintritt in die Dauerausstellungen: Jeden 1. Sonntag im Monat sowie Dienstag bis Samstag von 16 - 17 Uhr ("Happy Hour").

Die Ausstellung ist noch bis 17. September 2006 zu sehen.

Für alle, die nicht die Gelegenheit haben, die Ausstellung zu besuchen oder als Einstimmung auf dieselbe empfiehlt sich die Seite http://www.urbanislam.ch/. Hier stellen sich die Personen, die in der Ausstellung zu Wort kommen sowie ihre Heimatländer sehr anschaulich vor. Mit Fotos aus ihrem Leben und Zitaten aus ihrem Mund.

Veranstaltungen zur Ausstellung findet ihr hier.

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt