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Nostradamus

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Nostradamus

Am 14. Dezember 1503 wurde Nostradamus in Saint Rémy-de-Provence in Frankreich geboren. Er gilt als einer der berühmtesten und umstrittensten Weissager. Noch heute hat er zahlreiche Anhänger, die seine verschlüsselten Verse als die bedeutendsten Prophezeiungen unserer Zeit ansehen.

Eigentlich hieß der französische Astrologe und Mathematiker Michel de Notredame und lebte von 1503 bis 1566. Sein Vater, Jacques de Notredame, war Notar in Saint-Rémy. Sein Großvater (väterlicherseits) hatte sich vom Judentum zum Katholizismus bekehrt und nahm den Namen de Notredame an, weil er in einer Marienkirche die Taufe empfing.

Nostradamus studierte Grammatik, Rhetorik, Logik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie. Sein Lieblingsfach war die Astronomie. Angeblich wurde Michel von seinen Klassenkameraden "der kleine Astrologe" genannt.

1530 war er Doktor der Medizin. In diesem Jahr latinisierte er seinen Namen zu Nostradamus. Bis 1532 blieb er Assistenzarzt an der Universität von Montpellier. Seine Theorien, besonders die Ablehnung des Aderlasses, brachten ihn in Schwierigkeiten, so dass er sich auf Wanderschaft begab. Er praktizierte als Arzt in Bordeaux, La Rochelle und Toulouse. Dort stellte er Kosmetika, Parfüm und Verjüngungselixiere her.

1534 heiratete er eine Frau, deren Namen nicht überliefert ist. Sie hatten einen Sohn und eine Tochter. Die Pest rottete die Familie drei Jahre später aus, nur Nostradamus überlebte. Weil er seine Angehörigen nicht retten konnte, war sein Ruf als Pestarzt dahin. Bis 1546 begab er sich wieder auf Wanderschaft und begann in dieser Zeit als Prophet bekannt zu werden.

Im November 1547 heiratete er die reiche Witwe Anne Ponsart Gemelle. Im Lauf der Jahre bekam das Paar sechs Kinder drei Töchter und drei Söhne.

Ab 1550 begann er mit der Veröffentlichung von Gesundheitsratschlägen, Schriften über die Kosmetik und der Herstellung von Potenzmitteln sowie Rezepten zum Einkochen von Marmelade. Ab 1550 veröffentlichte er jedes Jahr einen Almanach, der auch Prophezeiungen und Vorhersagungen beinhaltete. Der erste Almanach gilt heute als verschollen.

Nostradamus hinterließ 952 vierzeilige Gedichte, in denen er in verschlüsselter Sprache düstere Vorhersagen für die Zukunft machte angeblich reichen diese bis ins Jahr 3790. Diese kurzen, teilweise unvollständigen Verse sind in Latein und provenzalischem Französisch verfasst und kaum zu deuten. Nur in wenigen Versen kommen tatsächlich konkrete Jahreszahlen vor. Dennoch behaupten seine Anhänger, dass viele Ereignisse, wie Vulkanausbrüche, Hungersnöte, die Französische Revolution oder der Zweite Weltkrieg von Nostradamus vorhergesagt wurden. Auch nach dem Attentat auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 war Nostradamus wieder im Gespräch. Allerdings wurden auch in diesem Fall wie immer wieder im Laufe der Geschichte seine Verse erst dann entsprechend gedeutet, als die tragischen Ereignisse schon passiert waren.

Das obige Bild seines Sohnes César zeigt Michel Nostradamus in seinem letzten Lebensjahr (1566). Das Original befindet sich in der Bibliothek Méjanes im südfranzösischen Aix-en-Provence, eine Kopie hängt bei Nostradamus Grab in Salon-de-Provence.

-rr- 8. 12. 2003

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