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Iwan der Schreckliche erster Zar Russlands

Berühmte Personen

Iwan der Schreckliche erster Zar Russlands

Iwan, der Schreckliche wurde am 25. August 1530 geboren. Er war der Enkel von Iwan III. , der unter dem Beinamen der Große bekannt ist. Iwan war beim Tod seines Vaters drei Jahre alt, da wurde er bereits zum Thronfolger bestimmt. Das war am 3. Dezember 1533. Am 16. Januar 1547 wurde er als 16jähriger erster gekrönter Zar.

Jugend in Angst

Es entwickelte sich unter den Bojaren, dem russischen Adel, ein Machtkampf um die Beherrschung des Thrones. Sie behandelten Iwan mit einer an Grausamkeit grenzenden Verachtung. Sie verboten jeden Kontakt mit seinen Freunden und Lieblingsdienern und lümmelten sich seiner Gegenwart mit ihren Stiefeln auf dem Bett seines verstorbenen Vaters. Einmal stürzten etliche Bojaren im Morgengrauen in das Zimmer des Jungen und erschreckten ihn fast zu Tode. Iwan musste hungern und hatte nichts Richtiges anzuziehen.

Sadistische Neigung

Möglicherweise ist es eine Folge dieser Behandlung, dass Iwan bereits frühzeitig eine sadistische Haltung entwickelte. Als Kind vergnügte er sich damit, kleine Tiere aus den Kremeltürmen zu werfen; als er alt genug war um zu reiten, trabte er durch Moskau und schlug seinen Untertanen mit der Knute ins Gesicht.

Die hellen Jahre

Bereits mit sechzehn, am 16. Januar 1547, wurde Iwan erster gekrönter Zar. Die erste Zeit seines Regierung nutzte er für Verbesserungen und Modernisierung. Er dehnte sein Reich bis nach Sibirien aus und setzt sich gegen die Bojaren durch. Er nennt sich erstmals Zar - von lateinisch "Cäsar", in der Tradition des byzantinischen, oströmischen Reiches. Ivan führte die erste Druckpresse nach Russland ein, verbesserte den Gesetzgebung und stellte eine stehende Armee auf.

Klug und wahnsinnig

Iwan, der Schreckliche war einerseits klug und weitsichtig, belesen und nach außen hin fromm, andererseits launenhaft, unberechenbar, grausam und wahnsinnig. Im Namen Gottes befahl er für viele Tausende den Martertod, wobei es ihm Vergnügen bereitete, sich besondere Foltermethoden auszudenken und dem Todeskampf der Opfer zuzuschauen. Waren sie jedoch tot, schickte er Listen mit ihren Namen in die Klöster, damit für ihre Seelen gebetet werden konnte. Selbst die eigene Familie blieb vor seinen Grausamkeiten nicht verschont. Im November 1581 hatten Iwans ständige Stimmungsschwankungen eine schreckliche Folge. In Jähzorn erschlug er seinen Sohn Iwan Iwanowitsch, der ganz nach seines Vaters Geschmack gewesen war.

Die dunklen Jahre beginnen

Im Westen scheiterte bei dem Versuch, einen Zugang zur Ostsee zur erkämpfen. Der dadurch ausgelöste langandauernde Krieg mit Polen-Litauen und Schweden 1558-83 ruinierte die Wirtschaft. Misstrauisch bis zum Verfolgungswahn, unterdrückte der Zar jeden Widerspruch mit brutalen Strafgerichten. Als Terrorinstrument hatte er sich 1565 die Truppe der Opritschnina geschaffen.

Der Tod naht

Ab dem Zeitpunkt als er seinen Sohn erschlagen hatte, trug Iwan nie mehr die Krone oder noch sonst einen fürstlichen Schmuck. Einen Teil seines Vermögens stellte er Klöstern zur Verfügung, den anderen Teil suchte er regelmäßig in seiner Schatzkammer auf.
Iwan, der Schreckliche starb am 18. März 1584. In seinen letzten Tagen wanderte er heulend durch seinen Palast und suchte Trost bei Hexen und Zauberern.

15.1.07 sw/rr Abbildung: Biografie Longmann Verlag

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