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Internationaler Tag der vermissten Kinder

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Internationaler Tag der vermissten Kinder

Immer wieder werden Kinder vermisst. Werden sie entführt beginnt für die betroffenen Eltern und die Kinder eine schreckliche Leidenszeit. Um an diese Menschen zu erinnern und um weitere Familien vor diesem Schicksal zu bewahren, haben verschiedene Einrichtungen den internationalen Tag der vermissten Kinder eingeführt.

"Nur weg von zu Hause!"

Die Gründe, warum Kinder und Jugendliche vermisst werden, sind unterschiedlich. Zum einen gibt es die Ausreißer, die glauben, es in ihren Familien und der Schule nicht mehr aushalten zu können. Sie wollen nur noch weg. Bleibt eine Suche nach ihnen erfolglos, wissen die Eltern oft über Jahre nicht, wo ihre Kinder sind und wie es ihnen geht.

Kinder zwischen Mutter und Vater

Dann gibt es aber auch Kinder, deren Eltern sich trennen und dann einen regelrechten Krieg gegeneinander führen. Ihre Kinder benutzten sie dann als Streitobjekt und Waffe. Wenn dann einem Elternteil das Sorgerecht zugesprochen wird, der andere Elternteil dies aber nicht hinnehmen will, werden Kinder auch entführt. So bringt dann zum Beispiel ein Vater seinen Sohn oder seine Tochter ins Ausland, ohne dass die Mutter etwas davon weiß. Das Kind wird so seiner Mutter entzogen und jeglicher Kontakt mit der Mutter verweigert.

Entführte Kinder

Und dann gib es auch noch die Kinder, die einfach nicht mehr nach Hause kommen. Plötzlich verschwindet ein kleiner Junge auf dem Nachhauseweg von der Schule. Ein Mädchen kommt vom Besuch der Freundin nicht mehr zurück. Verzweifelte Familienangehörige suchen dann nach ihren Kindern und wissen nicht, ob ihnen etwas angetan wurde. Für diese Familien ist die Ungewissheit eine Qual und nichts in ihrem Leben ist mehr so, wie es einmal war. Sie wissen nicht, ob ihren Kindern seelische oder körperliche Schäden zugefügt werden und ob sie überhaupt noch leben. Kinder, die entführt wurden und schließlich gefunden werden, leiden oft sehr lange an den Folgen.

Tipps für den Alltag

Es gibt verschiedene Organisationen, die die Suche nach diesen Kindern nicht aufgeben und versuchen Eltern und Jugendlichen praktische, vorbeugende Tipps zu geben, damit sie solch ein Schicksal nie erfahren müssen. Einige dieser Regeln lauten:

Bevor ich irgendwo hingehe, sollte ich meine Eltern um Erlaubnis bitten und ihnen auf jeden Fall Bescheid geben, wohin ich gehe, mit wem, ob ich mit der Straßenbahn, dem Fahrrad oder Freunden fahre, wer mich begleitet und wann ich wieder zuhause bin.

Ich sollte nie in ein Auto steigen, in dem nur Menschen sitzen, die ich nicht kenne. Und ich sollte keine Geschenke oder Süßigkeiten annehmen von Menschen, die ich nicht kenne. Ich sollte immer mit Freunden unterwegs sein und mich nicht allein auf Plätzen oder im Wald aufhalten. Sollte jemand in einem Auto nach dem Weg oder ähnlichem fragen, bleibe ich außer Reichweite stehen. Steigt derjenige aus, renne ich laut schreiend davon so werden auch andere Passanten auf mich aufmerksam und können mir helfen.

Wenn ich meinen Tagesablauf oder meine Pläne ändere, gebe ich Bescheid.

Es passiert, dass Menschen ein Kind anfassen, es unangenehm berühren oder zu nah kommen. Dann muss man Nein sagen. Wenn möglich muss man sich so schnell wie möglich entfernen. Wenn man Angst bekommt, dann sollte man laut schreien. Und man sollte sich sofort einem anderen Menschen anvertrauen, am besten einem Erwachsenen, der einem helfen kann und einen ernst nimmt. Ein Kind hat keine Schuld, wenn es so angefasst wird. Wenn man so etwas erlebt und es erzählen kann, belastet es einen nicht mehr.

Ich gebe meine Adresse niemanden, den ich nicht wirklich kenne. So gebe ich im Internet beim Chatten oder im Forum nie meine Adresse oder meinen richtigen Namen heraus, wenn ich nicht wirklich sicher bin, mit wem ich mich unterhalte. Und vor allem: triff dich nie allein mit jemandem, den du im Internet kennen gelernt hast!

Wenn ich bei einer Person, der ich begegne ein ungutes Gefühl habe, dann sage ich das auch und spreche mit den Menschen darüber, die mir vertrauen. Die innere Stimme hilft möglichen Gefahren zu entgehen.

Im Internet kann man sich unter der Adresse www.vermisste-kinder.de über dieses Thema informieren. Man findet auf dieser Seite auch Adressen zu Organisationen und Polizeieinrichtungen, die weiterhelfen können.

-ab-25.05.04 Text / Foto: School´s out

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