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Geschichte zum Anfassen

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Geschichte zum Anfassen

Jedes Jahr im September gibt es in Deutschland den Tag des offenen Denkmals. Alle sonst unter Denkmalschutz stehenden historischen Bauten und Stätten können an diesem Tag besichtigt werden. Bei Führungen erklären euch die zuständigen Denkmalpfleger ihre Aufgaben und demonstrieren Arbeitsweisen und- techniken.

Ziel dieser jährlichen Aktion ist es, den Menschen die Bedeutung des kulturellen Erbes nahe zu legen und das Interesse für Denkmalpflege zu wecken. In der heutigen Zeit werden die historischen Monumente durch Wetter und Luftverschmutzung baufälliger. Nutzt den Tag des offenen Denkmals, um mehr über deren Geschichte zu erfahren.


Das offene Denkmal


Als 1984 in Frankreich erstmals die Bevölkerung Zugang zu einigen Denkmälern hatte, war der Ansturm groß und die Aktion ein voller Erfolg. Daraufhin rief der Europarat die Europeen Heritage Days aus. Jetzt durften alle Länder der EU an einem Tag im Jahr ihre Denkmäler für die Bevölkerung zugänglich machen. Schon am ersten Tag des offenen Denkmals 1993 in Deutschland öffneten 1.200 Gemeinden 3.500 Denkmale und lockten 2 Millionen Besucher an. Seither ist der Tag des offenen Denkmals fester Bestandteil im Kulturprogramm und jedes Jahr gut besucht.


Große Eröffnung


Natürlich findet vor Beginn eine festliche Eröffnungsfeier mit musikalischen Einlagen statt. Auch dieses Jahr versammeln sich viele Menschen zur bundesweiten Eröffnung des Tags des offenen Denkmals am 9. September 2007 in Regensburg. Das diesjährige Motto lautet: Orte der Einkehr und des Gebets: Historische Sakralbauten. Schwerpunktthema sind also verschiedene Gotteshäuser - Kirchen, Synagogen, Moscheen und Klöster.


Jeder glaubt anders


Die evangelische Kirche unterscheidet sich von der jüdischen Synagoge genauso wie die islamische Moschee vom katholischen Kloster in Aussehen und Bauform. Eine Moschee erkennt man meist an der Säulenhalle im Innenhof und einer oder mehreren eindrucksvollen Kuppeln. Da es im Islam verboten ist, Gott bildlich darzustellen, bedient sich die Moschee zahlreicher Ornamente und komplizierten geometrischen Figuren. Diese sollen die Kraft Gottes widerspiegeln.


Im Christentum jedoch gibt es kein so strenges Bilderverbot. Die Innenräume der Kirchen schmücken sich mit zahlreichen Heiligenbildern und Putten. Putten sind mit Flügeln dargestellte Kinder und Teil einer Skulptur oder eines Gemäldes. Aus mehreren Gebäuden besteht das Kloster, in dem Mönche und Nonnen nicht nur beten sondern in dem sie auch - meist in totaler Armut - leben. Es gibt also in jeder Religion verschiedene Bräuche, dem Glauben an Gott Ausdruck zu verleihen. Der Tag des offenen Denkmals gibt euch die Möglichkeit, einmal in fremde Glaubenswelten einzutauchen.


Vergangenheit erleben


Bei Kinderführungen habt ihr die Möglichkeit zu erfahren, wie die Menschen zur Zeit der Erbauung der Denkmäler lebten und was sich bis heute verändert hat. Oder ihr könnt beobachten, wie Archäologen bei ihrer Arbeit vorgehen. Lesungen und musikalische Auftritte laden ein auf eine Reise in die Vergangenheit.


Mehr zum Thema


Wenn ihr mehr über das Thema Geschichte zum Anfassen erfahren wollt, könnt ihr euch auf www.denkmal-mit-pfiff.de schlau machen. Dort findet ihr auch viele Anregungen zum Basteln, Malen und Spielen. Wo in eurer Stadt Denkmäler geöffnet werden und wie das Programm aussieht, erfahrt ihr auf www.tag-des-offenen-denkmals.de.


Interessiert euch die Vergangenheit? Dann werft doch mal einen Blick in den WAS IST WAS-Band 118: Mittelalter

Text: Luisa Blendinger 14.7.2007 // Bilder: Moschee Biberach/Riss: the weaver/GFDL; Kirche/Dresden: Hans Peter Schaefer/GFDL; Synagoge Berlin: dino1948/GFDL

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt