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Gab es dort Drachen?

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Gab es dort Drachen?

Der Heilige Sankt Georg wird meist dargestellt als Ritter. In seiner Rüstung sitzt er auf einem mächtigen Pferd und kämpft mit dem Schwert gegen einen Drachen zu seinen Füßen - aber: Gab es die Drachen wirklich? Julia aus Meerane möchte wissen, ob es diese Wesen tatsächlich gegeben hat.

Drachen sind Fabelwesen, die in der Kunst und in den Helden-, Götter- und Schöpfungssagen vieler Völker vorkommen. Bis ins Mittelalter zweifelten die Menschen nicht daran, dass es Drachen wirklich gäbe. Man fragte sich auch nicht woher sie stammten - man nahm einfach an, dass es sie seit Erschaffung der Welt gäbe. Erst im 17. Jahrhundert begannen die Wissenschaftler daran zu zweifeln und spielten mit dem Gedanken, Drachen könnten nur aus der Fantasie der Menschen entstehen.

Meistens werden sie als große schlangen- oder echsenartige Tiere mit Flügeln dargestellt, die uns an Flugsaurier erinnern. Die Drachen verkörpern in der Welt der Mythologie oft das Chaos und die Mächte der Finsternis. Man findet die Geschichten über Drachen im Alten Testamt, in griechischen Mythen, in indischen, bei den Germanen wie bei den Chinesen.

In den nordgermanischen Sagen gilt der Drache als Sinnbild des Bösen, ebenso in den christlichen Legenden, etwa wie die des Heiligen Georg. In der Nibelungensage behütet der Drache den Schatz, das Goldene Vlies und die Nibelungen. Es gibt noch viele mitteleuropäische Sagen, in denen der Drache als Schatzhüter auftritt. Auch in den Märchen gibt es Drachen. Sie zu schlagen oder zu töten gilt oft als eine Mut- und Klugheitsprobe für mögliche Heiratskandidaten von Prinzessinnen.

Während der Drache in Europa als Bild des Bösen eingesetzt wird, ist er in Ostasien wie Japan oder China ein Symbol für Glück. Ein wohltätiges und glücksbringendes Wesen.

In die Zeit der Ritter passt der Drache, weil er eine Möglichkeit darstellt, wie Ritter ihren Mut und ihre Kraft beweisen können, wie sie ihren Damen imponieren oder sie retten können. Ritter waren oft lange fort in Kriegen und Schlachten - vielleicht war es da auch einfach angenehmer sich einen Drachen statt einem feindlichen Heer als Gegner vorzustellen ...

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