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Die GEPA Fairer Handel für die Dritte Welt

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Die GEPA Fairer Handel für die Dritte Welt

Mehr Gerechtigkeit im Handel für Länder der Dritten Welt das ist das Ziel der GEPA. Am 14. Mai 1975 wurde der heute größte europäische Importeur von Waren mit dem FairTrade-Gütesiegel gegründet. Was bedeutet Fair Trade?

Die Dritte Welt

Wenn von armen Ländern in Afrika berichtet wird, hört man oft die Bezeichnung Dritte Welt. Dieser Begriff kommt aus der Zeit des Kalten Krieges. Die Erste Welt sind die westlichen Industriestaaten vor allem in Europa und Nordamerika. Die Zweite Welt ist der ehemalige Ostblock (Russland, Osteuropa, China).

Die Arbeitsbedingungen für die Menschen in Drittweltländern sind sehr viel schlechter als bei uns.

Als Dritte Welt bezeichnet man alle Entwicklungsländer, sprich alle Staaten mit einem niedrigen wirtschaftlichen Entwicklungsstand. Die Drittweltländer liegen zum Großteil in Afrika, Asien und Südamerika, fast immer auf der Südhalbkugel. Es sind die ärmsten Nationen der Welt und sind ehemalige europäische Kolonien.

Schlechte Bedingungen

In Ländern der Dritten Welt sind die gesellschaftlichen Unterschiede oft sehr groß. Der Reichtum konzentriert sich auf eine sehr kleine Gruppe, während der Großteil der Bevölkerung arm ist. Die Arbeitsbedingungen sind meist sehr schlecht. Oft werden die Arbeiter ausgebeutet, schlecht bezahlt und haben keine sozialen Absicherungen. In Europa kann man dafür dann günstige Südfrüchte aus Afrika im Supermarkt kaufen.

Alle Fair-Trade-Produkte tragen das Gütesiegel der Transfair.



Fair Trade

Die Fair-Trade-Bewegung hat sich zum Ziel gesetzt, die schlechten Handelsbedingungen der Menschen in Drittweltländern zu verbessern. Fair Trade bedeutet fairer Handel. Das heißt, dass die Produkte mit dem FAIRTRADE-Gütesiegel alle von Menschen erwirtschaftet worden sind, die unter fairen Bedingungen arbeiten.

Die Preise sind zwar höher, aber dafür wird von den Fair-Trade-Unternehmen gewärleistet, dass die Produzenten in Afrika, Asien oder Südamerika einen verlässlichen Lohn und soziale Absicherung erhalten. Damit soll der große Unterschied zwischen Industrienationen und Drittweltländern etwas kleiner werden.

Die GEPA-Zentrale in Wuppertal. Von hier wird der Import der fair gehandelten Ware koordiniert.

Die GEPA

Die ersten Ideen für Fair Trade kamen schon Mitte der 1940er Jahre in den USA auf. Anfang der 60er begann sich Fair Trade dann auch in Europa auszubreiten. In vielen Ländern wurden so genannte Weltläden eröffnet. Alle Produkte die es dort zu kaufen gibt, sind garantiert fair gehandelt.

Am 14. Mai 1975 wurde die Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH kurz GEPA gegründet. Im Laufe der Jahre entwickelte sie sich zum größten europäischen Importeur für fair gehandelte Produkte aus Entwicklungsländern. Mit ihrem Engagement will das Unternehmen neben den Arbeits- auch die Lebensbedingungen dort verbessern, zum Beispiel mit besserer Wasserversorgung.

Eine Auswahl von fair gehandelten Produkten aus der Dritten Welt.



Fair-Trade-Produkte

Bei den Produkten, die die GEPA importiert und vertreibt, handelt es sich vor allem um Lebensmittel. Kaffee, Tee, Kakao, Zucker und Früchte bilden den Hauptposten des Sortiments. Daneben werden aber auch handwerkliche Erzeugnisse verkauft. Darunter sind Haushaltswaren, Schmuck und Textilien. Alle Produkte tragen das FAIRTRADE-Gütesiegel des Transfair-Verein Deutschlands.

Wenn man sich es also leisten kann, etwas mehr Geld auszugeben, kann man durch den Kauf von Fair-Trade-Produkten die Entwicklung in armen Ländern der Welt unterstützen. In vielen Läden gibt es sie zu kaufen. Hannover ist sogar Fairtrade-Stadt.


13.05.2010 // Text: Jan Wrede; Bilder: Siegel: ®, Bauern: Didier Gentilhomme (GNU 1.2, cc-by-sa 2.5, 3.0), GEPA: Frank Vincentz (GNU 1.2, cc-by-sa 3.0), Produkte: Transfair e.V. (pd)

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