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Der Untergang der Armada

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Der Untergang der Armada

Im Juli 1588 besiegte die englische Flotte die spanische Armada. Die als unüberwindlich eingestuften Spanier wollten damals die britische Insel erobern.

Die Vorgeschichte

Ende des 16. Jahrhunderts regierte Elisabeth I. in England. Durch ihre Stärke und ihre klugen Beschlüsse sorgte sie für Wohlstand und Frieden in England. Sie versuchte außerdem die schon lange anhaltenden Konflikte zwischen Protestanten und Katholiken im eigenen Land zu schlichten. Die Protestanten grenzten sich von den Katholiken ab und verfolgten ihre eigenen Ideale, was permanent zu Streitigkeiten unter beiden Parteien führte.
Elisabeth I. war um die Lösung der Probleme auf den britischen Inseln bemüht und wollte jede Art von Krieg vermeiden.

Warum kam es zum Angriff?

Die katholischen Spanier hätten lieber die ebenfalls katholische schottische Königin Maria Stuart auf dem englischen Thron gesehen. Diese war 20 Jahre lang die Gefangene ihrer Cousine Elisabeth gewesen und hatte vom Gefängnis aus Verbindung zu den katholischen Nachbarländern Frankreich und Spanien gesucht. Nachdem Elisabeth die ersten Angriffspläne des spanischen Königs Philipp II. zu Ohren gekommen waren, ließ sie Maria 1587 hinrichten.
Weil Philipp II. seine Vormachtstellung in der Welt sichern wollte, griff das spanische Königreich dennoch im Juli 1588 England an, obwohl es keine katholische Königin mehr gab, die die Spanier hätten befreien können.
Zunächst unterwarf Philipp II. die Niederlande. Doch das kleine Land leistete erbitterten Widerstand, der von England offen unterstützt wurde. Protestantische Rebellen widersetzten sich den verhassten Besatzern.
Philipp II. entsandte nun die waffenstarke Armada gegen England, weil er glaubte, er könne durch die Unterwerfung Englands auch die Aufstände in den Niederlande unter Kontrolle bringen.

Die Schlacht

Unter der Führung von Sir Francis Drake, schickte Elisabeth I. ihre eigene Flotte zur Verteidigung ihres Inselreiches.
Innerhalb kürzester Zeit prallten Hunderte Kriegsschiffe im Ärmelkanal aufeinander. Allein die Armada zählte 123 Schiffe mit einer 30.000 Mann starken Besatzung und 6300 Kanonen. Die siegessicheren Spanier setzten allerdings auf ihre Überlegenheit und ihre Nahkampftaktik. Sie wollten die englischen Schiffe aus der Nähe kapern und versenken.

Die Kriegslist

Doch die kleineren und wendigeren Schiffe der Engländer wandten zum ersten Mal in der Geschichte eine neue Taktik an: den modernen Kampf. Sie hielten die furchtlosen und mächtigen Schiffe der Spanier auf Distanz und beschossen sie hinterlistig aus der Entfernung. Aus der Weite konnte die Armada den feindlichen Schiffen keinen großen Schaden zufügen, weil ihre Kanonen eine geringere Reichweite hatten. Es kam zu einer erbitterten wochenlangen Schlacht, in der die meisten Schiffe der Armada versenkt wurden.

Der Untergang

Unwetter verschlimmerten die Kämpfe auf See und verschafften den Engländern einen weiteren Vorteil gegenüber den Spaniern, so dass die Armada schließlich in die Flucht geschlagen wurde. Bei ihrem unrühmlichen Rückzug wurde die Armada von der englischen Flotte und den andauernden Stürmen völlig vernichtet.

Mit dem Untergang der spanischen Flotte begann der Aufstieg Englands zur Großmacht und der langsame Zerfall der spanischen Weltmachtstellung.

Fabian Wölfel, Juli 2003

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