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Der Tag der Deutschen Einheit

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Der Tag der Deutschen Einheit

1949 wurde Deutschland geteilt. Von nun an gab es zwei deutsche Staaten: die Bundesrepublik Deutschland (BRD) und die Deutsche Demokratische Republik (DDR). 1961 ließ die Regierung der DDR die Berliner Mauer und einen bewachten Zaun entlang der deutsch-deutschen Grenze bauen. Die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten war vor allem für die Menschen in der DDR fast unüberwindlich. Erst nach vierzig Jahren fanden die Menschen wieder zusammen.

4. September 1989 - Montagsdemonstration in Leipzig



Seinen Anfang nahm alles im Sommer 1989. Ermutigt durch die Politik des damaligen sowjetischen Regierungschefs Michail Gorbatschow, werden im zweiten deutschen Staat, in der DDR (das ist die Abkürzung für "Deutsche Demokratische Republik"), Forderungen nach Veränderungen laut. Die Unbeweglichkeit ihrer Regierung lässt den Unmut der DDR-Bürger anwachsen.

Foto: Die Nikolaikirche in Leipzig mit dem Denkmal für die friedliche Revolution.

Unzufriedene treffen sich in Kirchen und Gemeindehäusern, bald beginnen in Leipzig die sogenannten "Montagsdemonstrationen". Der Anspruch der Bürger auf mehr Beteiligung und Demokratie formuliert sich in dem Ruf "Wir sind das Volk".

9. November 1989 - Die Mauer fällt



Die Demonstrationen sind erfolgreich. Am 18. Oktober tritt Erich Honecker von seinem Amt als Staatsratsvorsitzender der DDR und als Generalsekretär der Einheitspartei SED zurück. Als Folge der größten Massendemonstration am 4. November auf dem Berliner Alexanderplatz tritt schließlich die gesamte DDR-Regierung am 7. November zurück.

Foto: Die Berliner Mauer 1986 von der Westseite





Am Abend des 9. November verkündet Politbüro-Mitglied Günter Schabowski in einer Pressekonferenz überraschend die Reisefreiheit. Nun strömen die Ost-Berliner zur Mauer und verlangen Durchlass. In den nächsten Tagen werden immer mehr Grenzübergänge geöffnet, durch die die DDR-Bürger nun ungehindert in den Westen reisen dürfen. Die Mauer, die das Land seit 1949 in zwei unterschiedliche Staaten geteilt hat, ist "gefallen".

Foto: Menschen tanzen im November 1989 auf der Berliner Mauer.

1. Juli 1990 - Die D-Mark für alle

Nach einem sehr schnellen, umwälzenden politischen Prozess in beiden deutschen Staaten tritt am 1. Juli 1990 die Wirtschafts- und Währungsunion zwischen DDR und Bundesrepublik in Kraft. Die Ost-Mark ist abgeschafft. Mit der West-Mark übernimmt die DDR auch die wichtigsten Wirtschafts- und Sozialgesetze der Bundesrepublik, so dass zu diesem Zeitpunkt, zusammen mit den bereits erfolgten politischen Umstrukturierungen, die größten Unterschiede zwischen den beiden deutschen Staaten formal beseitigt sind.

3. Oktober 1990 - Deutschland wird eins

Monate ziehen ins Land, bis das Vertragswerk ausgehandelt ist. Schließlich müssen auch die Interessen der Nachbarländer und der Siegermächte des 2. Weltkrieges berücksichtigt werden.

Am 29. September 1990 tritt der Einigungsvertrag zwischen der DDR und der Bundesrepublik in Kraft. Damit liegt die rechtliche Voraussetzung für die Wiedervereinigung vor. Seinen formalen Abschluss findet der Prozess der Wiedervereinigung eine Woche später am 3. Oktober 1990, dem offiziellen Beitritt der DDR zur Bundesrepublik. Damit ist der 3. Oktober der für Gesamtdeutschland wichtigste Feiertag.
-roro- 02.10.2001, aktualisiert 01.10.07 lm, Fotos: Nikolaikirche: PD: Dirk Goldhahn; Mauer 1986: Thierry Noir: PD; Tanz auf der Mauer: PD.

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