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Wissenschaft / Artikel

Was ist „Therapeutisches Klonen“?

Nachrichten aus England haben in den deutschen Medien für Entrüstung gesorgt: Britische Wissenschaftler wollen Embryonen als «Materiallieferanten» produzieren und sie dann wieder zerstören. In Deutschland und anderen Ländern der Welt wird dieses „Klonen von Embryonen“ aus ethischen Gründen abgelehnt.

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Beim sogenannten „therapeutischen Klonen“ wird aus dem Erbgut eines Patienten neues Gewebe gezüchtet, Mit dem ansatzweise im Tierversuch gelungenen Verfahren soll Erbmaterial aus gesunden Zellen eines Patienten in eine zuvor entkernte Eizelle gespritzt werden. Diese teilt sich mehrfach und reift im Labor zu einer sogenannten „Blastozyste“ heran, darunter versteht man ein Embryo in einem sehr frühen Stadium. Die Forscher möchten einzelne Zellen aus dieser Blastozyste dann zu neuem Gewebe heranwachsen lassen, das vom Immunsystem des Patienten nicht abgestoßen wird. Zu dieser Zeit sind die embryonalen Stammzellen noch nicht entwickelt, sondern können noch die verschiedensten Formen des Körpergewebes annehmen.
 
Mit dem Klonschaf Dolly haben Forscher 1996 die Grundlagen dieses Verfahrens erprobt und ein komplettes Tier hergestellt. Forscher suchen nun «Schalter» in diesen Zellen, damit diese nur zu bestimmten Geweben, etwa Nerven- oder Insulin-produzierenden Zellen, heranwachsen und nicht zu einem vollständigen Menschen. Mit dieser Technik wollen die Forscher Ersatz für geschädigtes Gewebe schaffen und später damit Leiden wie Alzheimer oder Diabetes behandeln.


 

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