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Wissenschaft / Artikel

Was ist Timbuktu?

Eine Stadt aus Sand – die gibt es tatsächlich. Timbuktu ist eine Stadt mitten in der Wüste, genauer gesagt liegt sie im westafrikanischen Staat Mali. Mehr über die Oasenstadt Timbuktu erfahrt ihr hier:

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Eine der Moscheen aus Sand in Timbuktu.
 
 
In der Oasenstadt Timbuktu leben rund 36.000 Menschen. Die Bauwerke der Stadt sind alle aus Lehm. Kaum zu glauben, aber auch die Moscheen sind aus Lehm gebaut. Farbe kommt eigentlich nur durch die bunte Kleidung der Bewohner in die Stadt.
 
 

Die Lage von Timbuktu

Timbuktu liegt am südlichen Rand der Sahara. Die Sahara ist die größte Trockenwüste der Erde. Sie ist neun Millionen Quadratkilometer groß, das entspricht circa der 26-fachen Größe Deutschlands. Die Wüste Sahara wird immer größer, deshalb werden die Gebiete um sie herum auch immer trockener. Das macht der Oasenstadt zu schaffen. Es breitet sich Sand überall in der Stadt aus. Bis zum nächsten Fluss, dem Niger, sind es von Timbuktu aus rund fünf Kilometer. Über diesen Fluss schaffen die Bewohner ihre Nahrungsmittel heran.
 
Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Timbuktu liegt bei 28 Grad Celsius, dabei weht stets ein trockener und heißer Wind. Regengüsse kommen selten und wenn, dann können sie sintflutartig große Schäden an den Lehmbauten der Stadt anrichten. Die natürliche Umgebung bietet wenigen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum. So wachsen hier neben einigen Nutzbäumen, wie den Palmen, beispielsweise Dornenbüsche und Akazien.
 
 
Verändertes Timbuktu

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Der Flughafen von Timbuktu.

 
Timbuktu war bis Ende des 19. Jahrhunderts Zentrum des Handelsverkehrs, mehrere hundert Karawanen mit über hunderttausend Kamelen und rund 22.000 Tonnen Lasten reisten jährlich durch Timbuktu. Heute ist die Stadt jedoch schwer erreichbar. Die Straßen versanden schnell und sind zeitweise nicht zu passieren. Und die Schifffahrt ist nur möglich, wenn aus der jeweils letzten Regenzeit noch ausreichend Wasser vorhanden ist. Ein früher oft genutzter künstlicher Kanal ist völlig ausgetrocknet. Jedoch gibt es wenigstens eine moderne Anreisemöglichkeit: Flugzeuge starten regelmäßig von der Hauptstadt Bamako aus und landen auf dem Flughafen Timbuktu.
 
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Einer der 16 Friedhöfe von Timbuktu.
 

Früher war Timbuktu Handelszentrum und reich, doch das ist leider lange her. Die Bevölkerung ist arm und teilweise arbeitslos. Timbuktu ist eine Stadt, die gegen den Sand und die Trockenheit der sich ausbreitenden Wüste kämpft. Seit dem Jahre 1988 zählen die drei Moscheen aus Lehm, die das Stadtbild Timbuktus prägen, sowie die 16 Friedhöfe und Mausoleen zum Weltkulturerbe der UNESCO.


 
 
 



Text: Christine Spindler, 17.09.2009, Bilder: Moschee von Senani P/gfdl-cc, Flughafen von Ranveig/cc, Friedhof von Sherpa/cc
 


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