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Allein in Bangladesch leben auf einem Quadratkilometer etwa 1000 Menschen, in Deutschland sind es 220. Das heißt, wenn es eine Überschwemmung gibt, sind wesentlich mehr Menschen betroffen als zum Beispiel in Deutschland. Das Ausmaß einer Katastrophe ist somit um ein Vielfaches höher. Die Bevölkerungszahlen steigen noch ständig an. Immer mehr Menschen benötigen immer mehr Platz und mehr Nahrung. Die ursprüngliche Waldvegetation ist weitgehend vernichtet, die Wälder wurden in Ackerland gewandelt, auf dem überwiegend Reis angebaut wird. So wird auch immer mehr in stark hochwassergefährdete Gebiete gebaut.
Bangladesch liegt im Einflussbereich des Südwest-Monsuns, so dass im Jahr durchschnittlich 1.500 bis 2.250 mm Niederschlagssumme erreicht werden. Im Osten, am Fuß der Tripura-Lushai-Berge, fallen 3.000 bis 4.000 mm. Dort findet sich mit dem Mowdok Mual auch die höchste Erhebung Bangladeschs (1003 m). Mehr als die Hälfte der Jahresniederschläge entfällt auf die Monate Juni bis August. Im März/April und auch im Oktober kommt es häufig zu tropischen Wirbelstürmen über dem Golf von Bengalen, die oft katastrophale Folgen haben, da die damit verbundenen Fluten weite Teile des Landes überschwemmen.
Die Naturkatastrophe trifft insbesondere die ärmsten Menschen in den am wenigsten entwickelten Bundesstaaten und Bezirken Indiens, Bangladeschs und Nepals.
Die Kindernothilfe kümmert sich um die medizinische Erstversorgung von Kindern und Familien in Bangladesch. Die Soforthilfe erreicht 40.000 Menschen, davon rund 24.000 Kinder in vier Regionen des Landes sowie im Großraum Dhaka.„Unsere Partner sind mit Ärzten und medizinischem Personal unermüdlich im Einsatz, um Kinder vor lebensbedrohlichem Mineralstoffverlust durch Durchfallerkrankungen zu schützen", erklärt Erhard Stückrath, Projektkoordinator der Kindernothilfe. „Die Teams verteilen Tabletten zur Desinfektion von Trinkwasser sowie spezielle Mineralstoffe. Außerdem stellen sie 1.000 Kleinwasserfilter zur Verfügung, die wie ein überdimensionierter Strohhalm aussehen."
Wer mehr über die Ursachen von Zyklonen, Taifunen, Dürren oder Überschwemmungen wissen möchte, der kann im WAS IST WAS Band 74 Naturkatastrophen nachlesen.