Am 11. Juni 1973 wurde das erste von Sonnenenergie versorgte Haus der Welt fertig gestellt. Das Projekt „Solar One“ war eine Reaktion auf den Ölschock der 70er Jahre.
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Foto: Auf diesem Bild seht ihr Solarmodule (links) und einen Sonnenkollektor (oben rechts).
Bis zur Inbetriebnahme des Solarhauses hatte die Wissenschaft Solarpaneele lediglich in der Raumfahrt eingesetzt. So war beispielsweise die amerikanische Raumstation „Skylab“ damit ausgestattet.
Auf der Suche nach neuen Energieformen
Die Ölkrise der frühen 70er Jahre löste eine Suche nach erneuerbaren Energiequellen aus, die Kohle und Erdöl ersetzen sollten. Damals hatten die erdölfördernden OPEC-Nationen ihre Ölvorräte als politische Waffe eingesetzt und den Ölhahn zugedreht. Energiesparen war angesagt, und in Deutschland gab es 1973 sogar autofreie Sonntage.
Die Erkenntnisse aus der Weltraumforschung kamen da gerade recht. Wissenschaftler der Universität Delaware arbeiteten auf dem Campus an diesem ersten Solarhaus, das den Namen „Solar One“ bekam.
Vom Fön bis zur Kühltruhe
Die Klimaanlage und die Elektrogeräte des 130 Quadratmeter großen Hauses wurden von den Solarzellen versorgt. Schon damals sorgte man für Nächte und regnerische Tage vor: Die überschüssige Energie der Dachkollektoren wurde für energiearme Zeiten zwischengespeichert.
Ab den 90er Jahren haben die Studenten der Universität Delaware weitere Solarhäuser auf dem Campus gebaut. Das ursprüngliche erste Solarhaus hat übrigens keine Kollektoren mehr. Weil die damals noch wertvollen und teueren Paneele anderweitig benötigt wurden, rüstete man das Einfamilienhaus schon Ende der 70er Jahre in ein gewöhnliches Mietshaus um.
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