Elektronik funktioniert heute oft auch kabellos, doch ein Kabel bleibt: der Stecker! Nach wie vor müssen die Geräte an die Steckdose angeschlossen werden. Akkus machen vom Netzstrom unabhängig. Doch wie funktionieren die kleinen Helfer und was sollte man beim Gebrauch beachten?
- Anzeige -
Was sind Akkus?
Das Wort Akkumulator kommt aus dem Lateinischen. „Accumulare“ bedeutet so viel wie anreichern oder anhäufen. Und genau das geschieht mit der Energie: sie wird im Akku gesammelt und gespeichert. Akkus sind also Energiespeicher, die elektrische Geräte mit Strom versorgen können.
Im Gegensatz zu Batterien sind sie wiederaufladbar, dafür aber beim Kauf teurer. Auf lange Sicht kann man jedoch durch die Wiederverwendbarkeit Geld sparen und auch die Umwelt schonen. Man braucht aber ein passendes Ladegerät, um Akkus wieder aufladen zu können.
Wo werden Akkus verwendet?
Akkus und Batterien werden in den unterschiedlichsten Lebensbereichen verwendet, bei denen keine Stromversorgung möglich oder erwünscht ist. Neben den erwähnten Gegenständen im alltäglichen Gebrauch wie Fernbedienungen, Handys oder Laptops werden Akkus auch in verschiedenen Werkzeugen benutzt. Bohr-Schrauber, Schlagbohrmaschine oder Stichsäge: alle können dank der kleinen Stromspeicher auch ohne Netzstecker betrieben werden.
Hier siehst du einen Lithium-Ionen-Akku. Diese kommen beispielsweise in Laptops oder Digitalkameras zum Einsatz.
Größere, aufwendigere Akkus werden zur Notstromversorgung von Gebäuden verwendet. Zum Beispiel in einem Krankenhaus. Dort stehen Geräte, die Patienten am Leben erhalten und die unter keinen Umständen versagen dürfen. Auch in Autos kommen größere Akkus zum Einsatz. Dort werden sie zum Starten des Motors verwendet.
Aufbau und Funktionsweise
Kurz gesagt: in einem Akkumulator wird beim Aufladen die elektrische Energie aus der Steckdose in chemische Energie umgewandelt. Beim Entladen wird aus der chemischen Energie wieder elektrische Energie, die das Gerät mit Strom versorgt.
Jeder Akkumulator hat zwei Pole. An einem Pol, dem Minuspol, herrscht ständig Elektronen-Überschuss, er ist daher negativ geladen. Der andere Pol, der Pluspol, ist positiv geladen. Dort herrscht Elektronenmangel. Zwischen den beiden Polen besteht ein Ladungsunterschied, eine Spannung.
In jedem Auto befindet sich eine Autobatterie. Sie wird zum Starten des Motors benötigt.
Werden die beiden Pole des Akkus in einem Verbraucher wie einer Digitalkamera miteinander verbunden, fließen die Elektronen entlang der technischen Stromrichtung vom Minus- zum Pluspol – der Strom fließt.
Je nachdem, welche chemischen Stoffe als Energiespeicher funktionieren, hat der Akku andere Eigenschaften. Daher gibt es auch spezielle Typen von Akkus für die verschiedensten Zwecke: die einen können sehr viel Energie aufnehmen, andere sind besonders leicht und wieder andere funktionieren besonders gut bei kalten Temperaturen.
Der Memory-Effekt
Bei einigen Akku-Typen tritt der so genannte „Memory-Effekt“ (engl. memory = Erinnerung) auf: Wird ein Akku aufgeladen, bevor er vollständig entladen wurde, verringert sich sein maximales elektrisches Fassungsvermögen. Das heißt, er scheint sich den letzten Ladestand zu „merken“ und mit der Zeit nur noch bis zu dieser Grenze aufzuladen.
Nach einigem Be- und teilweise Entladen kann der Akku das elektrische Gerät nicht mehr lang genug mit Strom versorgen. Daher sollte man darauf achten, dass die gekauften Akkus nicht anfällig für diesen Effekt sind.
Tipps zum Gebrauch
Um möglichst lange etwas von seinen Akkus zu haben, sollte man richtig mit ihnen umgehen. Handelsübliche Akkus möglichst nicht großer Kälte oder starker Hitze aussetzen oder womöglich beim Einlegen die Pole vertauschen können die Lebensdauer des Akkus verkürzen oder sogar zur Explosion führen!
Akkumulatoren besitzen die unterschiedlichsten Farben, Formen und Größen.
Die richtige Entsorgung
Unter keinen Umständen solltest du den Akku oder die Batterie öffnen! Wie schon beschrieben, befinden sich innerhalb giftige Chemikalien. Diese können deine Gesundheit gefährden. Und sie sind auch giftig für die Umwelt, wenn man sie einfach so in den Hausmüll wirft.
Ist eine Batterie einmal entladen oder ein Akkumulator unbrauchbar geworden, kommen sie deshalb in den Sondermüll. Auf den Sondermülldeponien werden gefährliche Stoffe separat gelagert, um die Umwelt möglichst gering zu belasten.