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Das gewaltige Projekt am Jangtse ist teuer erkauft: Damit Chinas mächtigster Strom einen riesigen Stausee bilden kann, versinkt die Heimat von fast zwei Millionen Menschen in den Fluten. Hochwasserkatastrophen der Vergangenheit, die Zehntausenden von Menschen das Leben kosteten, und deren künftige Verhinderung gehören zu den wichtigsten Argumenten der Planer für das größte Staudammprojekt der Welt. Dazu wollen die Chinesen mit ihrem Mega-Projekt große Mengen neuen Ackerlandes für die überwiegend arme Landbevölkerung gewinnen, die Binnenschifffahrt (Unser Bild zeigt den Hafen von Shanghai. So könnte es auf dem Stausee auch bald aussehen.) fördern und natürlich gigantische Mengen an Strom für die Industrieregionen entlang des Jangtse produzieren. Im August sollen die ersten Turbinen Strom produzieren. Im Jahr 2009 soll das gigantische Kraftwerk mit 26 Turbinen 18.200 Megawatt Leistung produzieren - mehr als zehn bis fünfzehn Atomkraftwerke zusammen.
Das Projekt ist wegen der Umsiedlung der Menschen, aber auch wegen der hohen Kosten und der schwer kalkulierbaren Folgen für die Umwelt heftig umstritten. Das riesige Wasserreservoir reicht von Sandouping in der Provinz Hubei bis zur Metropole Chongqing.