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Wer die mächtigen und massiven Berge sieht, kann sich auf dem ersten Blick kaum vorstellen, dass es sich hier um sensible und anfällige Landschaften handelt. Wie viele andere Bergregionen sind unsere Alpen inzwischen durch Klimaveränderungen und Tourismus bedroht. Deshalb hatten die Vereinten Nationen das Jahr 2002 zum "Internationalen Jahr der Berge" erklärt. Mehr darüber erfährst du, wenn du unten auf den Link klickst.
Ski fahren, wandern, auf Berghütten übernachten - für viele sind die Berge ein idealer Ort um sich vom stressigen Alltag zu erholen. Berge sind für viele gleichbedeutend mit Natur und Freiheit. Der freie Blick von einem Alpengipfel in einen wolkenlosen Himmel verscheucht die engen Gedanken, lässt durch- und aufatmen. Die Schönheit der Berge zieht Jahr für Jahr Millionen von Touristen in die ökologisch so empfindliche Region. Dank dieser Urlauber verdienen Menschen in den Bergen Geld. Doch um mit dem riesigen Ansturm der Urlauber zurecht zu kommen, wird in diesen Lebensraum eingegriffen und vieles zerstört. Skilifte zerschneiden die Landschaft und erhöhen die Lawinengefahr. Wenn es mal nicht schneit werden Schneekanonen eingesetzt, um künstlichen Schnee für die Horden von Skifahrern zu erzeugen. Die Natur der Bergwelt wird so nachhaltig zerstört. Ein Forschungsprojekt am Eidgenössischen Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) hat negative Auswirkungen von Kunstschnee auf seltenere Pflanzen aufgezeigt. Solche Arten, die typisch für feuchte und nährstoffreiche Standorte sind, würden zu Lasten anderer begünstigt. Denn Schmelzwasser von Kunstschnee enthalte deutlich mehr Mineralien und Nährstoffe als natürliches Schmelzwasser.