Diese Frage stellte Ala aus Bonn - Diusdorf - und ja, es gibt auch in Deutschland Vulkane. Und vor über 10 000 Jahren gab es auch in Deutschland einen sehr aktiven Vulkanismus. Wenn 10 000 Jahre für einen Menschen eine sehr lange Zeit sind, ist diese Zeitspanne aus wissenschaftlicher Sicht, für einen Geologen nicht besonders lang.
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In Deutschland rauchten an verschiedenen Stellen die Vulkane: im Taunus, im Rheinischen Schiefergebirge, dem Odenwald, der Eifel, dem Vorspessart, dem Siebengebirge, dem Schwarzwald, dem Kaiserstuhl, Hegau und auch Vogelsberg.
Der letzte große Ausbruch war der des Laacher See-Vulkans in der Eifel. Er liegt erst 11 200 Jahre zurück und war weit mächtiger als der Vesuv-Ausbruch im Jahre 79 nach Christus. Der Vesuv-Ausbruch in Italien zerstörte damals die Stadt Pompeji und verbreitete seine Asche über halb Europa. Noch heute ist der Boden in der Eifel keineswegs ruhig.
10 000 Jahre sind der Zeitraum, in dem ein Vulkan nicht ausbrechen darf, damit er als erloschen gilt. Da der Vulkanismus in der Eifel nur etwas länger als 10 000 Jahre ruht, sagt man, dass die Vulkane "schlafen". Denn ob die Vulkane irgendwann einmal wieder aktiv werden, wissen auch die Wissenschaftler nicht genau.
Aktiver, ruhend oder erloschener Vulkan
Die Unterscheidung der Vulkane zwischen aktiv - ruhend - erloschen ist nicht genau festgelegt und auch gar nicht einfach zu treffen. Denn Vulkane die lange als erloschen galten, können doch auch wieder vulkanische Aktivität entfalten. Wann ist also ein Vulkan erloschen und wann ruht er nur?
Wie oben bereits erwähnt ist die Vulkan- Eifel in Deutschland ein Gebiet, von dem die Forscher annehmen, dass dort eventuell wieder Vulkane ausbrechen werden. Das Vulkanfeld der Eifel war nie komplett inaktiv, lediglich die Pausen zwischen den einzelnen Ausbrüchen, auch Eruptionen genannt, haben Zeiträume wie 10 000 bis 20 000 Jahre umspannt.
In erdgeschichtlichen Dimensionen war das inmitten einer langen Zeit vulkanischer Aktivität, die vor 600 000 Jahren begann: 250 Vulkane brachen in der Eifel aus, bis mit dem letzten Ausbruch vor rund 11 000 Jahren die heutige Ruhephase anfing.
Forscher haben dank geophysikalischer Messungen herausgefunden, dass die Aktivität der Magmakammer unterhalb der Eifel bisher nicht nachgelassen hat. So geht man davon aus, dass es dort auch wieder zu Ausbrüchen kommen kann, in einigen Tausend Jahren, so nimmt man an.
Generell kann man auch sagen, dass die deutschen oder überhaupt innereuropäischen Vulkane Intra-Platten-Vulkane sind. Das heißt, sie liegen nicht auf den Rändern der tektonischen Platten. Da die Platten der Erdkruste sich ständig minimal bewegen, sind besonders die Plattenränder mit aktiven Vulkanen gesäumt. So liegt zum Beispiel der Ätna an solch einer aktiven Stelle. Der Ätna liegt übrigens auf der italienischen Insel Sizilien.
Text: Anja Bühling / Christine Spindler, 08.10.2009, Bilder: Ascheregen von United States Geological Survey/pd, Vulkanlandschaft und Vulkanaktivität von Corel Stock Images/Tessloff Archiv
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