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Wissenschaft / Artikel

Wie entstehen Pickel?

Wie Pickel entstehen - diese Frage hat uns Saskia aus Lünen gestellt, und hier bekommt ihr noch etwas mehr als die Antwort:

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Kennt ihr das? Ihr schaut morgens in den Spiegel - und da prangt ein praller, hässlicher Pickel auf eurer Nase.
 
kuss
Circa ab dem zwölften Lebensjahr werden viele Jugendliche von lästigen Pickeln geplagt. Gerade in der Pubertät, wenn das andere Geschlecht interessant wird, könnte jeder Betroffene gut darauf verzichten.
 
 
 
Pickel ist eigentlich der umgangssprachliche Ausdruck für den medizinischen Fachbegriff des Krankheitsbildes Acne vulgaris, allgemein als "Akne" bekannt. Aber keine Sorge: ein paar kleine Pickel oder vereinzelt geweitete Poren sind noch keine krankhafte Akne.
 
 

Aber wie entstehen Pickel nun?
 
Unsere Haut übernimmt eine wichtige Funktion unseres Körper, denn über eine normale Haut werden Talg, Schweiß und andere Substanzen ausgeschieden. Talg ist eine fettige Substanz und wird über Drüsen in der Haut direkt produziert. Dieser Talg hat die Aufgabe, die Haut feucht und geschmeidig zu halten. Diese Funktion ist wichtig, damit unsere Haut nicht austrocknet. Produzieren die Drüsen aber zu viel Talg, verstopfen die Poren und es bilden sich Pickel.
 
Entzündete Pickel entstehen wiederum durch Bakterien, die sich von Hautfett ernähren. Medizinisch gesehen, sind Pickel verschiedene Formen der Hauterkrankung Akne. Diese entsteht durch die Entzündung der kleinen Talgdrüsen, welche die feinen Haare im Gesicht und am Oberkörper umgeben.
 
Akne ist eine hormonbedingte Erkrankung, die vor allem von den männlichen Hormonen (Androgenen) abhängt. Deshalb tritt sie auch dann verstärkt auf, wenn sich der Hormonspiegel verändert, also in der Pubertät, in der Schwangerschaft oder während des weiblichen Zyklus.
 
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Wer starke Akne hat sollte auf jeden Fall den Hautarzt aufsuchen. Denn wenn aus diesen Verstopfungen der Poren nicht nur eitrige Pickel entstehen, können richtige Akne-Knoten entstehen. Diese sitzen tiefer im Gewebe und sind oft schmerzhaft. Hier helfen dann oftmals äußere Vorgehen nicht mehr gegen die Pickel.
 
 

Schweregrade von Akne
 
Die Schweregrade einer Akne können sehr unterschiedlich sein.
 
Vereinzelte Mitesser werden Acne comedonica genannt. Diese müssen nicht zwingend von einem Arzt behandelt werden, wobei ein Besuch beim Hautarzt auch hier nicht schaden kann um die richtige Behandlungsmethode zu klären. Acne comedonica ist die leichteste Form von Akne.
 
Die schwerste Form von Akne ist die Acne conglobata. Hier können Riesenzystem und nicht nur Schmerzen am Pickel selbst, sondern auch in den Gelenken entstehen. Hier sollte auf jeden Fall der Facharzt zu Rate gezogen werden.
 
 
Grundregeln bei Pickeln
 
nadelEgal welche Art von Pickel, es gilt: Hände weg! Je mehr gequetscht und gedrückt wird, desto schlimmer werden für gewöhnlich Pickel und Mitesser. Das liegt daran, dass der Talg durch die Finger noch weiter in tiefere Hautschichten gedrückt wird. Hieraus können dann wiederum die oben genannten schmerzhaften Akneknoten entstehen.
 
Falls jemand trotzdem glaubt, er müsse einen Pickel ausdrücken: Auf jeden Fall warten, bis sich eine Eiterkuppe gebildet hat. Erst dann sollte der Pickel geöffnet werden, und zwar nicht mit den Fingern. Stattdessen die Stelle des Pickels desinfizieren und dann mit einer desinfizierten Nadel den Eiterkopf ganz vorsichtig aufstechen.
 
 
 Text: Anja Bühling / Christine Spindler, 06.08.2009, Bilder: Tessloff Archiv
 


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