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Lerntipps: Wie funktioniert das Gedächtnis und wie kannst du besser lernen?

Die Weihnachtsferien sind vorbei und bald gibt es Zwischenzeugnisse. Die nächsten schulischen Leistungen können die Noten eventuell noch positiv beeinflussen. Deshalb geben wir dir hier noch ein paar Lerntipps und erklären wie dein Gedächtnis eigentlich funktioniert.

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Dein Gedächtnis ist die Basis deines Wissens. Ohne dein Gedächtnis könntest du dir nicht einmal die einfachsten Dinge, wie deinen Namen, merken. Wichtig ist die Gedächtnisleistung besonders beim Erlernen von Schulstoff, wie Rechnen, Schreiben oder das Lernen einer Fremdsprache.
 
 
Wie funktioniert unser Gedächtnis?
 
Das Gedächtnis  besteht aus mehreren Teilen, die im Gehirn verteilt sind und durch ein Nervennetz miteinander verbunden sind.
 
schule_200Im Langzeitgedächtnis wird das Wissen gespeichert. Hier speicherst du zum Beispiel ab wie eine Katze aussieht, wo im Schulhaus dein Klassenzimmer ist, aber auch englische Vokabeln oder wie das Einmaleins funktioniert.
 
All dieses Wissen bringt dir allerdings nur etwas, wenn du in der entsprechenden Situation darauf zugreifen kannst. Das heißt, dass du beispielsweise die richtigen englischen Vokabeln finden kannst, wenn du einen Satz übersetzen willst. Dazu dient das Kurzzeitgedächtnis, auch Arbeitsgedächtnis genannt. Im Kurzzeitgedächtnis bildest und merkst du dir den englischen Satz, den du mit Hilfe des Langzeitgedächtnisses formulieren konntest. Oder du merkst dir ein Rechenergebnis, das du mit Hilfe des Langzeitgedächtnisses im Arbeitsgedächtnis lösen konntest.
 
 
Welche Leistungen finden wo im Gehirn statt?
 
Unser Arbeitsgedächtnis, also das Kurzzeitgedächtnis, liegt ungefähr hinter der Stirn und das Langzeitgedächtnis im hinteren Kopfbereich, etwa hinter der Schläfe. Beide Teile sind miteinander verbunden, um Informationen auszutauschen. In einem weiteren Teil des Gedächtnisses unterhalb des Scheitels befinden sich außerdem Daten zur räumlichen Orientierung.
 
gehirn_200Die linke Gehirnhälfte ist vor allem für Fakten und Daten zuständig, und die rechte Seite für Kreativität und Gefühle. Am besten lernst du, wenn du mit beiden Seiten gleichzeitig lernst, zum Beispiel indem du sogenannte Eselsbrücken bildest. Du kannst dir beispielsweise das englische Wort für „Lachen“, „laughter“, leichter merken, wenn du dir dabei deinen lachenden Englischlehrer vorstellst. Bei solchen Eselsbrücken kannst du deiner Phantasie übrigens freien Lauf lassen.
 
 
Mehr Tipps für besseres Lernen:
 
Während des Lernens arbeitet dein Gehirn, genauso wie deine Muskeln beim Sport. So wie du beim Sport Pausen einlegst, solltest du dir auch beim Lernen kurze Pausen gönnen. Fange also rechtzeitig mit dem Lernen an, so dass du alle 45 Minuten eine zehnminütige Pause machen kannst. Um rechtzeitig beginnen zu können, solltest du dir vorab einen Überblick verschaffen, was alles zu lernen ist.
 
Die gelernten Informationen werden zwar im Gedächtnis gespeichert, aber nur durch Wiederholen kannst du Wissen im Gedächtnis verankern und gleichzeitig abrufbar machen. Damit sparst du dir bei der nächsten Schulaufgabe die Zeit alles noch einmal zu lernen. Bei Mathematik kannst du zum Beispiel mehrere Aufgaben üben: Umso öfter du einen Rechenschritt wiederholst, umso besser kannst du ihn dir merken.
 
Wenn du dir Informationen einmal gemerkt hast, kannst du neu zu lernendes Wissen damit verknüpfen. Zum Beispiel kannst du die Vokabeln „laughter“ für das „Lachen“ und „laugh“ für „lachen“ miteinander verbinden, und so die neue Vokabel leichter erlernen.
 
schreibtisch_200Außerdem ist die Lernumgebung wichtig. Am besten ist ein aufgeräumter Schreibtisch an einem gewohnten Ort, wo du dich wohl fühlst und dich möglichst wenig vom Lernen abhält. Wenn du zwischen dem Lernen Ablenkung brauchst, gehe lieber kurz vom Schreibtisch weg und dann zum Lernen gezielt zurück.
 
Oft hilft es auch mit Freunden zu lernen. Einem Freund etwas zu erklären, bedeutet nicht nur dem anderen zu helfen, sondern gleichzeitig das Gelernte zu wiederholen und selber besser zu verstehen.
 
Setzte dich jedoch beim Lernen nicht unter Druck: Wenn du lernen willst und das Ziel vor Augen hast, gute Noten zu schreiben, wirst du das sicher schaffen. Viel Erfolg!
 
 
 

 
 
Mehr über das Gehirn, das Gedächtnis und das Lernen erfährst du im WAS IST WAS Band 108 Das Gehirn.
 
 
 




Text: Christine Spindler, 07.01.2010, Bilder: Schule/Tessloff Archiv, Gehirn von Corbis/Tessloff Archiv, Mädchen von Image Library/Tessloff Archiv
 


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