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Wie entsteht Nebel?

 

In keiner Jahreszeit gibt es so viel Nebel wie im Herbst. Von Nebel im meteorologischen Sinne spricht man, wenn die Sichtweite geringer als ein Kilometer ist. Das Wort Nebel hat griechische und lateinische Wurzeln und bedeutet nichts anderes als "Wolke". Nebel ist tatsächlich nichts anderes als eine Wolke, die Bodenkontakt hat. Wie es dazu kommt?

Wie entsteht Nebel?
Quelle:Nicram Sabod, Shutterstock .

 

Die uns umgebende Luft enthält immer eine gewisse Menge an Feuchtigkeit. Wie viel Wasserdampf in der Luft enthalten sein kann, ohne dass Nebel entsteht, hängt unter anderem von der Temperatur ab. Zu jeder Temperatur gibt es eine bestimmte Menge an Wasserdampf, die die Luft aufnehmen kann.

Nebel entsteht, wenn die Luft bei einer bestimmten Temperatur mit der maximalen Wasserdampfmenge gesättigt ist und dann die Temperatur sinkt. Es kommt zur sogenannten Kondensation. Kondensation ist lateinisch und bedeutet sinngemäß „verdichten“. Die vorher unsichtbare Luftfeuchte verdichtet sich zu sichtbaren Wassertröpfchen.

Typisch für den Herbst

Nebel bildet sich oft am Abend oder in der Nacht, wenn sich warme und feuchte, bodennahe Luft abkühlt. Nebel tritt deshalb auch besonders im Herbst auf, weil die Luft nach und nach immer kühler wird und die aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdboden dann Nebel bildet.

So machst du Nebel selbst

Das klingt alles furchtbar kompliziert. Du kannst es aber einfach daheim selbst ausprobieren. Nimm einen Spiegel und lege ihn kurz in den Kühlschrank. Dann nimm ihn in die Hand und hauche ihn an. Jetzt schlägt sich ein dünner Feuchtigkeitsfilm auf dem Spiegel nieder.

Wenn die warme, feuchte Luft aus deiner Lunge auf den kalten Spiegel trifft, dann sinkt die Lufttemperatur deiner ausgeatmeten Luft. Dadurch sinkt auch die Menge an Wasser, die die Luft halten kann. Die überschüssige Menge an Wasser schlägt sich dann als Feuchtigkeitsfilm auf dem Spiegel nieder.