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Max Grundig wurde als Sohn des Lagerverwalters Max Emil Grundig aus Frauenstein/Sachsen und dessen Frau Marie in Nürnberg geboren und wuchs dort zusammen mit seinen drei Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Vater starb, als Max gerade 12 Jahre alt war. 1922 begann er eine Lehre als Einzelhandelskaufmann und betätigte sich in seiner spärlichen Freizeit als Heimarbeiter, indem er Zinnsoldaten bemalte, um die Familienkasse aufzubessern.
1926 durfte der 18jährige im Auftrag seines Chefs Max Hilpert die 3. Deutsche Funkausstellung 1926 in Berlin besuchen. 1928 eröffnete Hilpert eine Tochterfirma in Fürth und übertrug Max die Leitung der Filiale. Der konnte dort zum ersten Mal Radios und Zubehör zum Verkauf anbieten. Das Geschäft lief zwar schleppend an, ermutigte Max Grundig aber zum Schritt in die Selbständigkeit. Trotz der Weltwirtschaftskrise gründete er einen Radioladen hinter dem Fürther Rathaus, gleich gegenüber dem Geschäft, das die Eltern des späteren Bundeskanzlers Ludwig Erhard betrieben. 1934 zog er in größere Geschäftsräume um und verkaufte Radiogeräte aller damals beliebten Hersteller, Schallplatten, Plattenspieler, Batterien und Zubehör. Daneben reparierte er Wechsel- und Gleichstromtransformatoren auf speziellen Drahtwickelmaschinen und produzierte bald auch Neuware zum Verkauf an andere Radiohändler.
Nach dem Krieg wollte Max Grundig auch wieder Radios verkaufen, aber die Hersteller brachten ihre Produktion nicht in Gang. Der Bau von Radiogeräten musste von der Militärregierung genehmigt werden, und auch der Verkauf wurde nur unter strengen Auflagen erlaubt. Im Dezember 1945 kam Grundig auf die Idee, statt eines kompletten Radiogerätes einen Baukasten anzubieten und diesen als "Spielzeug" in den Handel zu bringen. Dieser legendäre Radiobaukasten "Heinzelmann" war Auftakt und Durchbruch für eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Im Jahr 1947 stellte Grundig 12.000 Stück her und verkaufte alle. Nun wurden die Geschäftsräume wieder zu klein. Die Mitarbeiterzahl war auf 291 gewachsen und es entstand ein großes Werk an der Kurgartenstraße.
UKW kam auf und damit Radios mit einer ganz neuen Klangqualität, das Kofferradio wurde ein Statussymbol bei Jugendlichen, der Fernseher eroberte schnell die Wohnzimmer. Tonbandgeräte, Musikschränke, Plattenspieler, Messgeräte, Diktiergeräte und und und…
Hier findest du die Internetseite des Rundfunkmuseums der Stadt Fürth und weitere Hinweise auf die Grundig-Ausstellungen im Jubiläumsjahr.