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Vielleicht erinnert ihr euch noch: Auf dem „alten“ 50 D-Markschein war neben Neumann, auch die Würzburger Residenz und der von ihm erfundene Zirkel abgebildet.
Als Baudirektor und Ingenieur begann er 1720 mit dem Bau der Würzburger Residenz. Der Fürstbischof von Würzburg, Johann Philipp von Schönborn hatte ihn mit der Bauleitung für den repräsentativen Schlossbau beauftragt.
Neumann galt als Meister der eleganten räumlichen Komposition, die er mit viel Einfallsreichtum immer wieder neu variierte. Er verband in seinem Werk Elemente des französischen, österreichischen und italienischen Barock. Als seine berühmteste Kirche gilt die 1743 begonnene, den 14 Nothelfern geweihte, Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen, oberhalb von Staffelstein in Oberfranken. Sie wurde erst 19 Jahre nach seinem Tod, 1772, vollendet.
Unter dem barocken Baustil versteht man einen architektonischen Stil, der im frühen 17. Jahrhundert in Italien entstand und über eineinhalb Jahrhunderte hinweg Europa und die Neue Welt in unterschiedlichen Ausprägungen dominierte. Besonders Frankreich entwickelte den Stil architektonisch weiter. Im Barock vereinen sich Architektur, Bildhauerei, Malerei und dekorative Künste zu einem großen Gesamtkunstwerk.
Am besten ist, ihr schaut euch eines der spätbarocken Schlösser einmal genauer an, dann wird euch auffallen, wie oft sich das Auge des Betrachters doch tatsächlich getäuscht sieht. Wie oft, der Schein und nicht das Sein zählt.