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Nach dem ersten Weltkrieg entstand aus dem besiegten deutschen Kaiserreich die Weimarer Republik. Piloten und Flugzeuge gab es noch, und so eröffnete die bereits 1917 gegründete
Es ging wieder aufwärts, und bald gab es in der neuen Republik eine Vielzahl oftmals winziger Luftverkehrs-Unternehmen. Die Piloten schaukelten in ihren fliegenden Kisten von Stadt zu Stadt, tagsüber und möglichst an den Bahnlinien entlang, denn eine Funkverbindung zum Boden hatten die Maschinen damals noch nicht.
Auf dem Foto siehst du die 1929 fertiggestellte zwölfmotorige Dornier Do X. Das Wasserflugzeug war zu dieser Zeit der größte Flieger der Welt. Zunächst wurde das Streckennetz national und international ausgebaut. 1934 eröffnete die Luft Hansa den Luftpostdienst nach Südamerika. Der Liniendienst über den Nordatlantik galt als weitere große Pioniertat.
Bis 1955 bedienten ausschließlich ausländische Fluggesellschaften die deutschen Linien. Schon zwei Jahre vorher - 1953 - erlaubten die Allierten die Gründung einer deutschen Fluggesellschaft: Am 6. Januar 1953 - genau 27 Jahre nach Gründung der Deutschen Luft Hansa 1926 wurde die "Luftag AG" gegründet. Ein Jahr später änderte man den Namen in "Deutsche Lufthansa".
1954 genehmigten die Alliierten die Einfuhr von Flugzeugen. Die Lufthansa kaufte in den USA vier nagelneue "Convair CV 340" für Kurz- und Mittelstrecken sowie vier "Super-Constellation" für die Langstrecke. Der Grundstock war damit gelegt, doch erst 1955 durften sich die Maschinen mit dem Kranich-Logo auch von Deutschland aus in die Luft erheben.
Am 1. April 1955 kam der große Tag: Fast zum gleichen Zeitpunkt starteten in Hamburg und München je eine Convair zu planmäßigen Linienflügen. Die ersten Ziele der jungen Lufthansa waren neben den beiden Abflughäfen noch Düsseldorf, Frankfurt/Main und Köln-Bonn.
Am 16. September 1955 ging von Ost-Berlin aus eine zweite Fluggesellschaft mit dem Namen "Deutsche Lufthansa" an den Start. Das erste Ziel war natürlich Moskau. Nach einem Rechtsstreit wurde die ostdeutsche Airline zur "Interflug". Der jungen Bundesrepublik aber wurde der Flug nach West-Berlin verwehrt. Nicht nur in der Politik, auch in der Technik tat sich viel: Mit den 60ern kam das Zeitalter der Düsenflugzeuge. Die neuen Maschinen revolutionierten den Weltluftverkehr.