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Ein Besuch des philatelistischen „Dreier-Packs“ ist für jeden Sammler ein Muss. Schon seit zehn Jahren gibt es hier das größte Angebot an Händlern und Postverwaltungen in Deutschland. Hier kann sich jeder beim beim Aufbau seiner eigenen Sammlungen beraten lassen und Vorträge dazu besuchen. Gezeigt werden 476 Ausstellungssammlungen auf höchstem Niveau, dazu gibt es Autogrammstunden mit Sportlern und Prominenten und natürlich das Raritätenkabinett mit dem berühmten „Bordeaux-Brief“ als Highlight. Und genau dort können die Organisatoren eine weitere Perle präsentieren: den „Eichstätt-Brief“!
Insgesamt reicht das Themenspektrum der Ausstellung von den ersten Ausgaben der Briefmarke in Bayern 1849 (siehe Bild) über das Deutsche Reich, seine Kolonialgebiete, die Inflationszeit und die Nachkriegsjahre bis hin zur Gegenwart. In diesem Jahr feiert der „Schwarze Einser“ von Bayern sein 160-jähriges Jubiläum. Trotz einer Auflage von über 830 000 Stück sind Verwendungen der 1849 verausgabten 1-Kreuzer-Marke auf Belegen keine Massenware, schon gar nicht, wenn mehrere Exemplare darauf kleben. Das Nonplusultra ist der legendäre „Eichstätt-Brief“ mit einem Sechserblock der ersten deutschen Briefmarke, die größte bekannte Einheit auf Brief. Entwertet wurde sie mit zwei klaren Abschlägen des geschlossenen Mühlradstempels Nr. 336.
Eine Rekordzahl von über 180 Teilnehmern beteiligt sich in den Hallen 10 bis 12 an der 19. Internationalen Briefmarken-Messe. Über 130 Handelsfirmen werden ihre Waren offerieren, davon fast 30 Prozent aus dem Ausland. Hinzu kommen neben der Deutschen Post AG 53 ausländische Postverwaltungen oder deren Agenturen. Darunter sind nicht nur die beliebtesten europäischen Sammelgebiete, sondern auch Länder, die man in unseren Breitengraden so gut wie nie antrifft. Dazu gehören Israel und die USA, aber auch TAAF aus Réunion im Indischen Ozean oder Taiwan und Vietnam.
Beim Sammeln sollte man sich zunächst jedoch auf einen bestimmten Bereich beschränken. Am Besten ist, ein Thema zu wählen, das einen interessiert. So sammeln die einen nur Marken mit Pferdemotiven, die anderen nur Fussballmotive. Das nennt man dann „Motivsammeln“. Als „Ländersammler“ wird bezeichnet, wer nur Marken aus einem Land sammelt, also zum Beispiel nur aus Deutschland. Das macht es einfacher, die Sammlung zu vervollständigen. Und eine vollständige Sammlung aus einem Gebiet hat weitaus mehr Wert als viele Marken aus verschiedenen Bereichen. Auf dem Bild erkennt ihr, was ein echter Briefmarkensammler an Ausrüstung benötigt. Besonders wichtig: Lupe und Pinzette.
Rund ums Thema
www.briefmarkenmesse-essen.de verschaffen.