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Technik / Artikel

Die erste Briefmarke Deutschlands: Der Schwarze Einser

Lang ist's her, die Ausgabe der ersten deutschen Briefmarke: Die Geburtsstunde des sogenannten „Schwarzen Einser“ war am 1. November 1849. Mehr über die Geschichte der Briefmarke erfahrt ihr hier ...

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Bereits in den antiken Großreichen gab es postähnliche Dienste. Diese dienten jedoch nur den Sonderbedürfnissen des Staates. Im Mittelalter waren dann Postboten für Fürsten, Städte und Klöster im Einsatz. Im 16. Jahrhundert entstand dann durch den kaiserlichen Generalpostmeister des Hauses Thurn und Taxis eine Postverbindung. Ab dem Jahre 1516 wurde diese auch teilweise öffentlich genutzt.
 
 
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts gab es trotz Postversand jedoch keine Briefmarken. Versandkosten entstanden dennoch, und sie waren keineswegs billig. Die Kosten errechneten sich aus der Distanz zwischen Absender und Empfänger. Getragen wurden die Versandkosten dann allerdings vom Empfänger.
 
 
Oftmals war die Versandgebühr jedoch fast so hoch wie ein Tageslohn, weshalb die Empfänger die Post oft ablehnten. Dann ging diese ohne Gebühr zurück an den Absender. Je mehr private Personen den Briefversand nutzten, desto einfallsreicher wurden die Versandkosten umgangen. So wurden zum Beispiel geheime Zeichen auf den Briefumschlag geschrieben. Der Empfänger bekam so eine Nachricht, konnte sie aber unbezahlt zurückgehen lassen.
 
 
Selbstverständlich wollten die Postverwaltungen nur Briefe befördern, wenn sie dabei etwas einnehmen konnten. Sie mussten sich also eine Lösung einfallen lassen.
 
 
 
one_penny
Die ersten Briefmarken 
 
 
"One Penny Black" war die erste Briefmarke der Welt.
 
 
Der englische Postmeister Sir Rowland Hill brachte im Jahre 1837 den Reformvorschlag auf den Tisch: Die Beförderungsgebühren von Briefen sollten im Voraus bezahlt werden, also vom Absender. Eine sogenannte Portoquittung diente als Zahlungsbeleg und wurde mit Leim auf den Brief geklebt.
 
 
1840 erschien dann die erste Briefmarke der Welt „One Penny Black“ in England. Und was in England erfolgreich eingeführt wurde, überzeugte auch schnell andere Länder.
  
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Die "Basler Taube" aus der Schweiz.

 
Im Jahre 1845 folgte die Schweiz mit der Briefmarke „Basler Taube“. Die dritte Briefmarke, die weltberühmte „Blaue Mauritius“ kam 1847 auf Mauritius heraus. Nummer vier war Deutschland.
 
 
 
 
 
mauritius





Die „Blaue Mauritius“ erschien auf Mauritius.
 
 
 
 
 
 
 
 





Die erste Briefmarke in Deutschland
 
schwarze_einser

Die erste deutsche Briefmarke war der "Schwarze Einser".

 
Das Königreich Bayern gab die erste Briefmarke in Deutschland heraus. Am 1. November 1849 erschien der „Schwarze Einser“.
 
 
Im Jahre 1850 folgten Sachsen, Preußen, Schleswig-Holstein und Hannover. Die anderen Länder folgten nach und nach. 1850 sorgte der Deutsch-Österreichische Postverein für eine Einheit, gefolgt von der Post des Norddeutschen Bundes 1868 und der Reichspost im Jahre 1871.
 
So wurde erst am 1. Januar 1872 die erste für Gesamtdeutschland gültige Briefmarke von der Deutschen Reichspost herausgegeben.
 
 




Text: Christine Spindler, 21.10.2009, Bilder: wikipedia/pd
 


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