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Henrich Focke war der Sohn des Senatssyndikus Johann Focke (1848–1922) und seiner Frau Louise geb. Stamer. Sein Großvater war der Richter Dr. Wilhelm Focke (1805–1865).
Schon in seiner Jugend, kurz nachdem der Flug der Gebrüder Wright bekannt geworden war, zeigte sich Henrich von der technischen Machbarkeit der Fliegerei fasziniert.
1931 hatte Henrich Focke mit den Drehflüglern ein neues Betätigungsfeld entdeckt. Seine Firma erwarb Lizenzen für die Tragschrauber der Cierva Autogiro GmbH. Bis 1938 baute Focke-Wulf insgesamt 43 Tragschrauber des Typs C30. Bekannt wurde diese Maschine unter dem Namen Heuschrecke.
Der weltweit erste Hubschrauber aus der Fertigung Fockes war der Fa-61. Dieses Fluggerät konnte im Gegensatz zum Tragschrauber senkrecht starten und landen. 1936 startete die neuartige Maschine in Bremen zu ihrem Erstflug.
Schon vor Kriegsbeginn arbeitete Focke an der Entwicklung und dem Bau des Transporthubschraubers Fa 223 Drache.
Nach Kriegsende kam Focke von 1945 bis 1948 als Kriegsgefangener nach Frankreich. Er wurde als beratender Ingenieur zwangsverpflichtet und baute bei Aerosudest in Paris den Fa-223 nach und konstruierte die S.E. 3101 als Vorläuferin der "Alouette".