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Es sieht alles sehr echt aus, wenn der grün-weisse Hubschrauber über dem fränkischen Rothsee kreist und die Besatzung mit Hilfe einer Rettungswinde den Taucher aus dem winzigen Eisloch bergen will.
Wenn der Notruf den Helikopter erreicht, muss alles sehr schnell gehen. Wenn keine Retter der diversen Hilsorganisationen vor Ort sind, müssen die zwei Personen an Bord des Hubschraubers die verunglückte Person selbst aus dem Eis ziehen. Dafür wird das so genannte „Bergetauverfahren“ angewendet: Das Tau wird in das Eisloch hinuntergelassen, und der Mensch im Wasser muss sich die Leine um den Körper legen. Er wird dann vorsichtig aus dem Eis gezogen und am Seil hängend ans rettende Ufer gebracht.
Wenn der Rettungswagen bereits am Ufer wartet, fliegt der Hubschrauber erst dort hin und nimmt einen Helfer an Bord. Anschließend steuert die Pilot die Unfallstelle an, überfliegt sie erst, dreht einen Kreis und kehrt dann dorthin zurück. Er geht tiefer und setzt den Helfer vorsichtig am Rand des Eislochs ab. Dieser versorgt dann den Eingebrochenen und bereitet die Bergung vor. Er legt ihm die Schlinge an und sichert ihn entsprechend. Bei den Varianten eins und zwei kann das Unfallopfer nicht in den Hubschrauber geholt werden, weil das Seil nicht an der Rettungswinde hängt, sondern fest am Hubschrauber angebracht ist. Bei der Übung wird davon ausgegangen, dass der Hubschrauber keine Winde hat und die Besatzung mit Bordmitteln helfen muss. Der Gerettete wird allein oder gemeinsam mit dem Helfer am Seil hängend ans Ufer geflogen und dort abgesetzt. In der Regel sind dann bereits Helfer vor Ort, die den Krankentransport vorbereiten.
Außen am Hubschrauber ist eine Rettungswinde angebracht. Der Helfer hängt an der Winde und hilft so dem Unglücklichen aus dem Eis.<o:p></o:p>
Bei der Rettung aus einem Eisloch kämpft die Besatzung vor allem gegen die Zeit. Dabei geht es weniger darum, dass Verunglückte ertrinken können, als um die Gefahr, die vom eiskalten Wasser ausgeht. Wenn der Körper zu sehr abkühlt, setzt im Herz eines Menschen das so genannte „Kammerflimmern“ ein, und es hört auf zu schlagen. Gefährlich wird es auch, wenn die Temperatur im Unterkörper deutlich tiefer liegt als im Oberkörper, der noch aus dem Wasser ragt. Wenn das Blut sich nicht vermischen kann, um den Temperaturaustausch einen langsamen Anstieg der Körpertemperatur herbeizuführen, ist es zum Überleben zu spät.