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Technik / Artikel

SOS: 100 Jahre internationales Notsignal

Drei Mal kurz, drei Mal lang, drei Mal kurz – was sagt euch das? Klar – so funkt man das Notsignal SOS! Aber wusstet ihr auch, dass es vor 100 Jahren als internationales Hilfszeichen eingeführt wurde? Das haben Vertreter von 30 Ländern auf der Berliner Funkkonferenz im Jahre 1906 beschlossen. Hier wurden auch die Grundlagen für den weltweiten Funkverkehr geschaffen.

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funksignal_sosWas bedeutet eigentlich SOS?
 
Bild links: Funksignal SOS
 
SOS ist die Abkürzung für „Save our souls“ (Rettet unsere Seelen). Die drei Anfangsbuchstaben können aber auch „Save our ship“ (Rettet unser Schiff) bedeuten. Das kommt daher, weil SOS vor allem bei Katastrophen auf See verwendet wird. Gerät ein Schiff in Not, bei der es um Leben und Tod für die Besatzung geht, wird üblicherweise SOS gefunkt. Viele Menschen konnten dadurch schon bei Schiffsunglücken gerettet werden.
 
titanic_untergangSOS von der Titanic
 
Bild: Untergang der Titanic
 
Der erste SOS-Hilferuf wurde 1909 von dem Schiff „Slavonia“ ausgesandt. Es hatte 1909 vor den Azoren Schiffbruch erlitten. Weitaus berühmter ist der Fall der „Titanic“. Auch der Luxusdampfer funkte SOS, nachdem er während seiner Jungfernfahrt am 14. April 1912 auf einen Eisberg aufgelaufen war. Jede Rettung durch andere Schiffe kam zu spät. Das lag unter anderem auch daran, dass der Funker der nahe gelegenen „Californian“ die Katastrophe schlicht verschlief. Obwohl die Besatzung Leuchtsignale der sinkenden „Titanic“ empfing, vergaß sie, ihren Funker zu wecken. Dieser hätte die SOS-Signale der „Titanic“ erkennen und damit eine Katastrophe verhindern können. Von über 2500 Passagieren der „Titanic“ überlebten nur 706 das Unglück.
 
Was ist Morsen?
 
Doch wie wird so ein Notruf überhaupt verschickt? SOS ist eine Buchstabenfolge, die in Form von Lichtblitzen oder mittels Telegrafie gesendet wird. Telegrafie wird nach ihrem Erfinder Samuel Morse auch „Morsen“ genannt. Grundlage dieser Technik ist ein spezielles Morsealphabet. Jeder Buchstaben wird durch eine eigene Kombination kurzer und/oder langer Zeichen ausgedrückt und durch einen Telegraphen mit Hilfe von Stromstößen sichtbar und hörbar gemacht. Wie Telegrafie genau funktioniert, könnt ihr auf unserer Erlebniswelt-Seite nachlesen. Hier findet ihr auch das gesamte Morsealphabet abgedruckt und könnt euch beim Morse-Quiz testen.
Viel Spaß dabei!
 
Nic - 03.10.2001, Illustration Titanic: Frank Kliemt.


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