Sabrina aus Buchholz in der Nordheide möchte wissen, wie die Geschichte des Films begann.
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Als eigentlicher Beginn der Filmgeschichte werden immer die Filme genannt, die Louis und Auguste Lumière 1895 in dem Grand Café in Paris zeigten. Denn zum ersten Mal bezahlten die Besucher auch Eintritt. Gezeigt wurden kurze schwarz-weiße Dokumentarfilme, die das bürgerliche Leben um die Jahrhundertwende zum Inhalt hatten.
Louis Lumière (1862 - 1954) war Fotofabrikant aus Lyon und erfinder des "Cinématographe", mit dem die Filme abgespielt wurden. Gemeinsam mit seinem Bruder Auguste (1864 - 1948) stellte er die ersten Filme her.
Die Szenen aus dem Alltag und damit die ersten Filme, waren zum Beispiel:
"Le Déjeuner de bébe" - "Das Frühstück des Babys", mit einem Kind auf den Knien seiner Mutter, das gerade zum Frühstück gefüttert wird. "La Sortie des usines" - "Der Ausgang der Fabriken", der zeigt, wie Arbeiter die Fabrik verlassen oder "Le Débarquement du congrès de photographie Ă Lyon" - "Die Ankunft der Teilnehmer des Fotografie-Kongresses in Lyon".
Diese Filme hatten noch nicht wirklich ein Drehbuch. Sie zeigten die Wirklichkeit. So stürmten auch die Zuschauer aus dem Kino als sie in dem Streifen " "L´arrivée d´un train en gare de La Ciotat", einen in den Bahnhof fahrenden Zug auf der Leinwand auf sich zurasen sahen. Die Lokomotive war so gefilmt, dass sie aus der Tiefe der Leinwand kam, größer wurde, weil sie Richtung Zuschauer fuht und schließlich dicht an der Kamera vorbeiraste. - Die ersten Zuschauer waren zutiefst erschrocken, als sie diese Bilder sahen.
So etwas wie ein Drehbuch entwickelte der Franzose George Méliès (1861 - 1938). Er ging weg vom Dokumentarfilm. Er war in eine reiche Fabrikantenfamilie geboren. Er war Zeichner, Zauberspieler und Theaterbesitzer und begriff, dass Zuschauer auf der Leinwand nicht nur die Wirklichkeit abgebildet sehen möchten, sondern eine Fiktion, eine erfundene Geschichte mit dramatischer Spannung. So versuchte er diese Elemente auch in Filme umzusetzen. Dabei verwendete er auch zum ersten Mal verschiedene Trickmethoden, wie Blenden oder die Doppelbelichtung.
Sein erster eigener Film mit über 16 Minuten Länge war 1902 "Die Reise zum Mond" nach einem Roman von Jules Verne. Aber auch in Amerika entstanden in dieser Zeit schon Filme.