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Ludwig Köchel: Er brachte Ordnung in Mozarts Werk

Wolfgang Amadeus Mozart war ein begnadeter Komponist. Wie viele Werke er jedoch geschaffen hatte und in welcher Reihenfolge, darüber fehlte dem Salzburger sein Leben lang der genaue Überblick. Erst spät hatte er damit begonnen, sämtliche Kompositionen - ohne rechtes System - zu katalogisieren. Licht ins Dunkel brachte 71 Jahre nach Mozarts Tod das so genannte Köchelverzeichnis.

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Erstellt wurde das Köchelverzeichnis von Ludwig Ritter von Köchel, geboren am 14. Januar 1800. Der Österreicher aus Stein an der Donau wirkte auf vielen Wissenschaftsgebieten. Von Beruf eigentlich Jurist, interessierte er sich neben Gesteinen und Biologie vor allem für die Musik. Seinen Landsmann Wolfgang Amadeus Mozart verehrte er ganz besonders.
 
626 Kompositionen
 
Mit eifrigem Forschergeist sammelte Köchel viele Fakten über den Komponisten und nummerierte seine Werke in chronologischer Reihenfolge. Die Erstauflage des Köchelverzeichnisses erschien 1862, 71 Jahre nach Mozarts Tod. Auf 551 Seiten aufgelistet: das Lebenswerk des ehemaligen Wunderkinds - insgesamt 626 Kompositionen.
 
Mozart - das Wunderkind
 
Vielleicht wundert ihr euch darüber, dass Mozart so bemerkenswert viele Tonwerke geschaffen hat. Schließlich ist er im Alter von nur 34 Jahren gestorben. Doch ihr müsst wissen, dass Mozart eine ganz außergewöhnliche Musikkarriere beschieden war. Schon als Vierjähriger verfasste er eigene kleine Musikstücke, als Sechsjähriger beherrschte er Klavier und Violine und reiste als Wunderkind durch ganz Europa.
 
Wie werden Musikstücke katalogisiert?
 
Seit Beginn des 17. Jahrhunderts war es üblich, die Werke eines Komponisten zu katalogisieren. Dazu wurde eine Komposition mit dem Begriff "opus" (lateinisch für "Werk") und einer dazugehörigen Nummer versehen. Im Fall Mozart war es wegen der Werkfülle besonders schwierig den Überblick zu bewahren. Allein unter der Bezeichnung „Sinfonie in D-Dur“ hatte man mehr als 20 Werke zur Auswahl. Köchels Arbeit war deshalb ein großer Verdienst für die Musikwelt.
 
Bis heute wurde das Köchelverzeichnis immer wieder überarbeitet und ist inzwischen in der 8. Auflage erschienen. Ab der 3. Auflage haben die Musikforscher immer wieder Änderungen und Ergänzungen bei der Nummerierung vorgenommen, weil sie etwas Neues über die Entstehung der jeweiligen Komposition herausgefunden haben. Das hat sich außerhalb der Wissenschaft aber nicht durchgesetzt. So halten sich Notenverlage und Konzertveranstalter meistens an Köchels ursprüngliche Nummern.
 
KV steht für Köchelverzeichnis
 
Falls ihr einmal ein Stück von Mozart in einem Konzert hört oder selbst spielt, so werft einen Blick ins Programmheft oder auf euer Notenblatt. Die Abkürzung KV hinter einem Werktitel bedeutet Köchelverzeichnis. So hat z.B. die berühmte „Kleine Nachtmusik“ im Köchelverzeichnis die Abkürzung KV 525.
 
Nic – 11.01.2005 / Abbildung:Kulturfibel; www.kultur-fibel.com.


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