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Als die Rote Armee Ungarn im Jahr 1945 von der Herrschaft Nazideutschlands befreite, entstand eine von den Kommunisten getragene demokratische Volksbewegung. Mit Abschluss des Friedensvertrags vom 10. Februar 1947 war Ungarn wieder ein unabhängiges Land, doch die Sowjetischen Truppen zogen trotzdem nicht ab. Durch das scheibchenweise Reduzieren des demokratischen Systems übernahmen die Kommunisten schleichend die Macht im Staat. Durch Aufdeckung angeblicher Verschwörungen kam es zu politischen Säuberungen.
Imre Nagy schlug politisch einen neuen Weg ein. Statt die Schwerindustrie weiter auszubauen, förderte er die Landwirtschaft und die Konsumgüterindustrie. Der Lebensstandard stieg. Viele Opfer von Rákosis Staatsterror wurden rehabilitiert.
Anfang 1956 verurteilte der sowjetische Präsident Chruschtschow die Methoden der Ära Stalin und löste damit Hoffnung im gesamten Osten aus. In Polen demonstrierten Arbeiter. Aus Sympathie zu ihnen gingen in Ungarn am 23. Oktober Studenten auf die Straße. In ihrer Erklärung, forderten sie Bürgerliche Freiheitsrechte, Parlamentarismus und nationale Unabhängigkeit sowie die Rückkehr von Imre Nagy als Regierungschef. Nagy, der die Demonstranten aufforderte, nach Hause zu gehen, wurde überraschend noch in derselben Nacht vom Zentralkomitee der Partei der Ungarischen Werktätigen zum Ministerpräsidenten berufen.
Doch die UdSSR erlaubte keinem ihrer Satellitenstaaten auszuscheren. Zu diesem Zeitpunkt bewegten sich bereits sowjetische Truppen auf Budapest zu. Janós Kadar verhandelt mit Moskau und erklärt die Regierung Nagy für ungültig. Am 4. November griff die Sowjetarmee an. In blutigen Kämpfen schlugen sie den Aufstand nieder.
DHM und
The American Hungarian Federation, 23. 10. 2006
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