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Die Französische Revolution dauerte zehn Jahre (von 1789 bis 1799) und veränderte die europäische Geschichte grundlegend. Frankreich war vor der Revolution eine Ständegesellschaft. Zu den ersten beiden Ständen gehörten der Adel und die Geistlichen. Die einfachen Menschen gehörten dem dritten Stand an.
Nach schlechten Ernten ging es den Menschen in Frankreich schlecht: Sie hatten wenig zu essen. Der Staat war stark verschuldet und König Ludwig XVI. verlangte hohe Steuern.
Die zweite Phase der Französischen Revolution führte angesichts der inneren wie äußeren gegenrevolutionären Bedrohung zur Errichtung einer Republik mit radikaldemokratischen Zügen und zur Ausbildung einer Revolutionsregierung, die alle „Feinde der Revolution“ verfolgte. Zu dieser zweiten, extrem radikalen Revolution führte der Krieg von 1792, in dem ausländische Fürsten dem französischen König helfen wollten, die alte Ordnung wieder herzustellen. Durch diese äußere Bedrohung sahen sich die revolutionären Kräfte zu raschem Handeln gezwungen.
Die Guillotinierung des Königs löste im Ausland heftige Reaktionen aus. Bald befehligten die Engländer eine Koalition europäischer Mächte gegen das republikanische Frankreich. Die Revolutionäre mussten sich nun gleichermaßen nach außen wie nach innen hin behaupten, denn nach wie vor gab es im eigenen Land viele Gegner der Revolution. Im März 1793 wurde ein Revolutionstribunal geschaffen, das über Revolutionsgegner und Verdächtige zu urteilen hatte. Damit begann jener Abschnitt der Französischen Revolution, der vielfach als „Jakobinerherrschaft“ bezeichnet wird. Während bis September von 260 Angeklagten 66 zum Tode verurteilt worden waren, brachen im Herbst alle Dämme und es wurde im wahrsten Sinne des Wortes jedem Verdächtigen ein "kurzer Prozess" gemacht.
Zuletzt fraß die Revolution ihre eigenen Kinder - viele Revolutionäre der ersten Stunde landeten als Verdächtige unter der Guillotine. Auch Georges Danton, einer der Väter des Revolutionstribunals, wurde nach dem Versuch, mit dem feindlichen Ausland Friedensverhandlungen aufzunehmen als vermeintlicher Revolutionsgegner verurteilt und hingerichtet.
Noch immer gab es im Volk viele Königstreue. Die Wahlen im April 1797 führten zu einer Stärkung dieser Royalisten. Um einer royalistischen Wende vorzubeugen, entschlossen sich drei Direktoren des Konvents mit Unterstützung von Truppen unter den Generälen Hoche und Bonaparte im September 1797 zum Staatsstreich: Paris wurde militärisch besetzt, in 49 Departements wurden die Wahlergebnisse und damit 177 Abgeordnetenmandate für ungültig erklärt. Mit verfassungswidrigen Mitteln hatte man die monarchistischen Kräfte vorerst kaltgestellt, doch die republikanische Verfassung war bereits im Ansatz diskreditiert worden. Im Mai 1798 und Juni 1799 kam es zu weiteren „kleinen“ Staatsstreichen, bevor Napoleon Bonaparte zur Macht gelangte und Europa zum blutigen Kriegsschauplatz machte.