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Musik-Charts gibt es auf der ganzen Welt. Das Wort Hitparade hat die gleiche Bedeutung. In Charts werden Musiktitel nach Nummern sortiert, wobei der beliebteste oder erfolgreichste auf Platz eins gesetzt wird. Nach unten gibt es viele Variationen: Die Top Ten fasst die zehn erfolgreichsten Titel zusammen, die Top 100 - wie der Name schon sagt - die 100 beliebtesten Titel in einem bestimmten Zeitraum.
Als es noch keine Radios und Fernseher gab, war das Plakat der beliebteste Werbeträger. Diese Werbeplakate wurden in den USA "Billboards" genannt. Was lag also für ein Werbemagazin näher, als ebenfalls diesen Namen anzunehmen? Die erste Ausgabe erschien am 1. November 1894. Es dauerte 19 Jahre, bis hier ab 1913 auch die wöchentlichen Notenblatt-Verkäufe veröffentlicht wurden. Die Bestseller-Charts der Plattenlabels wurden erstmals im November 1934 in Billboard veröffentlicht. Im Januar 1936 erschien das erste Mal eine Hitparade in dem Magazin.
Bei den offiziellen Musikcharts zählen die oben genannten Kriterien allerdings nicht. Diese Hitparade orientiert sich an den reinen Verkaufszahlen. Auf Platz eins landet der Titel, der sich am besten und schnellsten verkauft hat. Hier gilt nur der wirtschaftliche Erfolg. Da heutzutage vor allem die kommerziellen Musik-Downloads und DVD-Verkäufe einen großen Stellenwert einnehmen, werden inzwischen auch diese Zahlen berücksichtigt.
So wie sich Musikrichtungen ändern und erneuern, ändern sich auch die Vorlieben des Publikums. Reine CD-Verkäufe können heute nicht mehr als Gradmesser für den Publikumsgeschmack genommen werden. Musikdownloads und Musikvideos auf DVD und Blue-Ray lassen die CD in eine Nische abgleiten, wie es vorher schon bei der Vinyl-Schallplatte war, die Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts der CD weichen musste.