Mit seiner Kultband „Nirvana“ stieg Kurt Cobain Anfang der 90er gegen seinen Willen zum Idol einer ganzen Generation auf. Dabei wollte der exzentrische Frontmann einfach nur Musik machen. Mit dem schnellen Ruhm und seiner offensichtlichen Vorbildfunktion kam er nicht klar. Im Drogenrausch erschoss er sich 1994 mit einer Schrotflinte. Am 20. Februar wäre er 40 Jahre alt geworden.
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Während ihrer kurzen Karriere machten Kurt Cobain und seine Bandkollegen einen Musiktrend populär, den man als „Grunge-Rock“ bezeichnet. Eine Art Mixtur aus Punk und Hardrock, die sich musikalisch durch große Emotionalität und ein auffallend langsames Tempo auszeichnet. Die Grundstimmung der meisten Songs ist eine Mischung aus Wut, Aggression, Resignation und Verzweiflung und drückt die Verweigerungshaltung einer ganzen Generation aus, für die Kurt Cobain kurzzeitig zum Aushängeschild wurde.
Grunge-Hochburg Seattle
Als Hauptstadt des Grunge gilt Seattle in den USA. Dort produzierten auch „Nirvana“ 1988 ihr erstes Album. Anfangs noch als Geheimtipp in der alternativen Musikszene gehandelt, schoss die Band 1991 mit „Nevermind“ an die Spitze der amerikanischen Album-Charts und stieß dabei sogar Michael Jackson von Thron. Der kommerzielle Erfolg war für Kurt Cobain der Anfang vom Ende. Die Musikindustrie begann aus den Phänomen „Grunge“ schonungslos Profit zu schlagen und "Nirvana“ unter entsprechenden Erfolgsdruck zu setzen.
Skandale um Cobain
Mit dieser Entwicklung kam Kurt Cobain offensichtlich nicht klar. Obwohl auch das Album „in utero“ 1993 die Hitparaden stürmte, wurde der Rockstar wider Willen immer depressiver. Der Arbeitstitel der Scheibe („I hate myself and I want to die“ - Ich hasse mich und ich will sterben) spricht bereits eine deutliche Sprache. Der Bandleader konsumierte Heroin und lieferte der Presse fast wöchentlich neue Skandale. Als bekannt wurde, dass Cobains Frau während der Schwangerschaft ebenfalls drogensüchtig gewesen sein soll, wurde dem Paar kurzfristig das Sorgerecht für seine kleine Tochter entzogen.
Selbstmord im Drogenrausch
Ihren letzten großen Auftritt hatten „Nirvana“ Ende 1993 in New York. Das Konzert wurde live von dem Musiksender MTV ausgestrahlt und ein Jahr später als Mitschnitt veröffentlicht. Doch das sollte Kurt Cobain nicht mehr erleben. Nachdem er bereits im März 1994 erfolglos versucht hatte, sich mit einer Überdosis das Leben zu nehmen, sorgte er beim zweiten Anlauf doppelt vor. Im Drogenrausch verbarrikadierte er sich am 4. April in seiner Garage und erschoss sich. Tausende von Fans versammelten sich eine Woche später zu einer öffentlichen Totenwache.
Infos, Bilder, Songtexte
Jede Menge Infos zu Grunge und Nirvana sowie Bilder und Songtexte der Band findet ihr ünbrigens auf der Page eines deutschen Nirvana-Internet-Fanclubs. Zu einer weiteren schöne Seite über Kurt Cobain und Nirvana gelangt ihr hier.
Nic – akt. 20.02.2007 / Abbildungen: Halperin/Wallace: Mordfall Kurt Cobain, Ullstein verlag
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