Den Adolf-Grimme-Preis möchten wohl alle Journalisten, Schauspieler und Fernsehregisseure einmal gewinnen. Es ist die wichtigste Fernsehauszeichnung, gewissermaßen der deutsche TV-Oscar. Am 21. März erhalten die Preisträger die begehrte Trophäe in Marl.
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Dabei geht es allerdings weniger um Stars, Sternchen und Blitzlichtgewitter. Im Mittelpunkt stehen qualitativ hochwertige Fernsehproduktionen und herausragende journalistische Leistungen. Geld gibt es auch keins zu gewinnen. Der Preis ist nicht dotiert, allein die Ehre zählt.
Was macht das Grimme-Institut?
Seit 1964 wird der Adolf-Grimme-Preis verliehen. Namensgeber der Auszeichnung ist der ehemalige niedersächsische Kultusminister Adolf Grimme. Er setzte sich während seiner Amtszeit insbesondere für die Ausbreitung von Volkshochschulen ein. Bis 1976 stiftete der Deutsche Volkshochschulverband den Preis. Seit 1977 ist dafür das Adolf-Grimme-Institut zuständig. Diese Einrichtung beschäftigt sich damit, das Medienangebot in Deutschland und dessen Entwicklung zu beobachten und zu bewerten.
Qualitätsfernsehen gesucht
In den Anfangsjahren der Preisverleihung erhielten nur TV-Journalisten die renommierte Auszeichnung. Später kamen auch TV-Filme und Dokumentationen dazu. Doch wer prämiert werden möchte, muss mehr bieten als reine Unterhaltung. Nominierte Filme sollten ein Thema leicht verständlich, aber auch qualifiziert und ansprechend darstellen. Solch ein Kunstwerk, abzuliefern ist der Traum aller Filmemacher und Filmemacherinnen.
Zuschauer bestimmen mit
Auch in diesem Jahr haben sich unabhängige Kommissionen darüber Gedanken gemacht, wer die elf Grimme-Preise (insgesamt 36 Einzelehrungen) in den Kategorien „Fiktion und Unterhaltung“ , „Information und Kultur“ bzw. drei Sonderpreise mit nach Hause nehmen darf. Aus Hunderten von Vorschlägen der Fernsehzuschauer, Sender und Produktionsfirmen wurde eine Vorauswahl getroffen. Eine Jury bestimmte letztendlich die Gewinner, die schon vor der Verleihung bekannt gegeben wurden.
Originalität zählt
Neben der Qualität wird auch die Originalität von Fernsehproduktionen häufig mit dem Grimme-Preis belohnt. So zeichnete die Jury in diesem Jahr beispielsweise die Doku-Soap „Schwarzwaldhaus 1902“ aus. Begleitet von Filmkameras führte eine Familie vier Monate lang das bäuerliche Leben von vor hundert Jahren.
Preise für Anke Engelke & Co.
Auch Komikerin Anke Engelke und ihr Kollege Ollie Dietrich können sich über eine Auszeichnung freuen. In „Taxi nach Schweinau“ - einem Film ohne Drehbuch und vorherige inhaltliche Absprachen - stellten sie ihr Improvisationstalent unter Beweis. Ein weiterer Preisträger ist Marcel Reif für seine Kommentare während der Fußball-WM 2002.
Nic – 20.03.2003 / Bildquelle: G. Bodo Boden / Adolf Grimme Institut
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