Der Oscar ist der wichtigste Filmpreis weltweit. Er wird seit 1929 jährlich in Los Angeles verliehen. Bei der 82. Verleihung wird der Preis, eine 34 cm große goldende Statue, die einen Ritter mit Schwert auf einer Filmrolle zeigt, in über 30 verschiedenen Kategorien vergeben.
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Ins Leben gerufen wurde die Auszeichnung 1929 vom damaligen Präsidenten der MGM Studios, Louis B. Mayer. Es ist der wichtigste Filmpreis der Branche.
Der Oscar wird jährlich in einer mehrstündigen, feierlichen Zeremonie mit großem Staraufgebot im Kodak Theatre, einem Kino aus den 20er Jahren, vergeben.
In diesem Jahr gab es übrigens 13 deutschsprachige Nominierungen, ob einer von ihnen den berühmten Satz „... and the Oscar goes to ...“ zu hören bekam?
Die wichtigsten Kategorien
Insgesamt wurden diesmal in über 30 Kategorien Preise vergeben. Die wichtigsten sind der Oscar für den besten Film, die beste Regie, den besten Hauptdarsteller und die beste Hauptdarstellerin, den besten und die beste Nebendarsteller(in) und das beste Drehbuch.
Daneben werden Preise vergeben in Kategorien wie zum Beispiel im Bereich Kurzfilm, Schnitt, Make Up, Kostüm, visuelle Effekte, Ton oder Kamera.
Durch die Show führten übrigens die beiden Hollywood-Haudegen Alec Baldwin und Steve Martin.
Die wichtigsten Nominierungen
Nicht nur die Oscars selbst, sondern bereits eine Nominierung ist eine große Auszeichnung in der Filmbranche. Die Filme mit den meisten Nominierungen waren diesmal James Camerons „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ und Kathryn Bigelows Kriegsdrama „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“.
Beide Filme bekamen vorab je neun Nominierungen. Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“ ging mit acht Nominieruungen ins Rennen. Das Drama „Precious – Das Leben ist kostbar“ und die Tragikomödie „Up in the Air“ hatten je sechs Nominierungen.
Die Oscargewinner
Am Ende der Preisverleihung gab es dann eine kleine Überraschung , denn der Abräumer des Abends war nicht - wie erwartet - James Camerons „Avatar“, sondern der Film seiner Ex-Frau.
Regisseurin Kathryn Bigelow wurde für „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“ als erste Filmemacherin mit dem Regiepreis ausgezeichnet und gewann den Oscar für den besten Film. Insgesamt bekam ihr Film sechs der begehrten Trophäen.
Ein Österreicher durfte jubeln
Einer durfte jedoch gleich zu Beginn der Preisverleihung aufatmen und jubeln: der Schauspieler Christoph Waltz. Er erhielt den Oscar für die beste männliche Nebenrolle in dem Quentin-Tarantino-Streifen „Inglourious Basterds“.
Die europäische Koproduktion „Das weiße Band“ wurde als deutscher Beitrag in der Kategorie bester fremdsprachiger Film sowie für die beste Kameraführung nominiert, ging aber leer aus. Leer ging auch der Komponist Hans Zimmer für seine Musik in „Sherlock Holmes“ aus.
Alle Oscargewinner 2010 im Überblick
Bester Film: Tödliches Kommando – The Hurt Locker
Beste Regie: Kathryn Bigelow – Tödliches Kommando – The Hurt Locker
Beste Hauptdarstellerin: Sandra Bullock – Blind Side – Die große Chance
Bester Hauptdarsteller: Jeff Bridges – Crazy Heart
Beste Nebendarstellerin: Mo’Nique – Precious – Das Leben ist kostbar
Bester Nebendarsteller: Christoph Waltz – Inglourious Basterds
Bestes Originaldrehbuch: Mark Boal – Tödliches Kommando – The Hurt Locker
Bestes adaptiertes Drehbuch: Geoffrey Fletcher – Precious – Das Leben ist kostbar
Bester Animationsfilm: Oben – Pete Docter
Bester fremdsprachiger Film: El secreto de sus ojos – Argentinien
Bester animierter Kurzfilm: Logorama – Nicolas Schmerkin
Bester Kurzfilm: The New Tenants – Joachim Back und Tivi Magnusson
Bestes Szenenbild: Avatar – Aufbruch nach Pandora
Beste Kamera: Avatar – Aufbruch nach Pandora – Mauro Fiore
Bestes Kostümdesign: The Young Victoria – Sandy Powell
Bester Dokumentarfilm: Die Bucht (The Cove) – Louie Psihoyos und Fisher Stevens
Bester Dokumentar-Kurzfilm: Music by Prudence – Roger Ross Williams und Elinor Burkett
Bester Schnitt: Tödliches Kommando – The Hurt Locker – Bob Murawski und Chris Innis
Bestes Make-Up: Star Trek – Barney Burman, Mindy Hall und Joel Harlow
Beste Filmmusik: Oben – Michael Giacchino
Bester Filmsong: „The Weary Kind“ (Crazy Heart) – Ryan Bingham und T-Bone Burnett (Musik und Liedtext)
Bester Ton: Tödliches Kommando – The Hurt Locker – Paul N. J. Ottosson und Ray Beckett
Bester Tonschnitt: Tödliches Kommando – The Hurt Locker – Paul N. J. Ottosson
Beste visuelle Effekte: Avatar – Aufbruch nach Pandora – Joe Letteri, Stephen Rosenbaum, Richard Baneham und Andrew R. Jones
Ehrenoscars erhielten in diesem Jahr Hollywood-Diva Lauren Bacall, Kameramann Gordon Willis und Regisseur und Produzent Roger Corman.
8.3.2010 Text: Sabine Weißenborn. Bild: Kodak Theatre, Hollywood Boulevard, Hollywood. Photograph taken by Michael Reeve , gemeinfrei; Wikipedia. Steve Martin (rechts), Alec Baldwin (links) und Oscar-Statue (82nd Academy Awards® Press Kit Images).