StartRSSSitemapFAQEltern-InfoShopAGBImpressumKontaktKlubvorteile
Sport & Kultur / Artikel

"Happy Feet": Da bebt die Eisscholle

Keine Frage: Tiere in Animationsfilmen gehören mittlerweile zum Standardprogramm. Doch dass sie nicht nur coole Sprüche reißen, sondern auch noch singen, steppen und tanzen können, beweisen jetzt die Pinguine aus dem Warner Animationsstreifen „Happy Feet“. Selbst James Bond musste sich den swingenden Frackträgern geschlagen geben. Mehr als 42 Millionen Dollar spielte das Musical auf Eisschollen allein am Starwochenende ein. Mal sehen, ob der Film bei uns ab 30. November auch so gut anläuft.

- Anzeige -


 

 
Macher des Streifens ist übrigens Regisseur George Miller, der mit „Ein Schweinchen namens Babe“ bisher seinen größten Wurf landete. Mit Außenseitern, die es mit eisernem Willen und Charme bis an die Spitze schaffen und dabei noch im Vorbeigehen die Herzen der Kinozuschauer erobern, kennt sich der Australier also bestens aus. Es verwundert deshalb kaum, dass auch sein jetziger Protagonist, ein junger Kaiserpinguin, dieser Spezies angehört.
 
happyfeet2_b.jpg
 
Außenseiter
 
Mumble ist so ungefähr der schlechteste Sänger, den man sich vorstellen kann. Pech für ihn, dass Trällern bei den Kaiserpinguinen nun mal zum guten Ruf gehört. Dass, der Kleine tanzen kann wie Fred Astaire, ist seinen engstirnigen Artgenossen schnurz. Und als Mumble mit seinem Gekrächze auch noch den Abschlussball versaut, ist er endgültig unten durch bei den arroganten Kaiserpinguinen. Ausgeschlossen aus der Gemeinschaft, macht sich der Außenseiter auf den Weg nach Nirgendwo.
 
Rhythmus im Blut
 
Doch die Einsamkeit hält glücklicherweise nicht lange an. Fernab der Heimat trifft Mumble auf Ramos und seine Latino-Gang. Die zu den Adelie-Pinguinen gehörenden schrägen Vögel haben den Rhythmus im Blut und da ist der Neuankömmling mit der lockeren Hüfte sofort ein gern gesehener Gast. Gemeinsam mit seinen neuen Kumpels wagt Mumble die Rückkehr und gleichzeitig eine Art Tanzrevolution unter den Kaiserpinguinen. Sehr zum Ärger des Ältesten Noah, der seine Macht dahinschmelzen sieht... 
 
happyfeet3_b.jpg
 
Grooviger Sound
 
„Happy Feet“ haut einen nicht nur wegen seiner mitreißenden Tanzeinlagen und dem groovigen Soundtrack vom Kinosessel. Auch die rasanten Kamerafahrten und die einfallsreich animierte Eislandschaft sorgen dafür, dass die aufwändig inszenierten und abwechslungsreichen Choreografien perfekt in Szene gesetzt werden. Doch Vorsicht: Nur mit putzig tanzenden Pinguinen allein ist es nicht getan. Es werden auch grausame Szenen, wie z.B. ein Angriff von Killerwalen, sehr realistisch gezeigt. Für ganz kleine Zuschauer unter 8 Jahren ist der Film deshalb nur eingeschränkt zu empfehlen.
 
Für Toleranz und Individualität
 
Im Gegensatz zu manchen Animationsfilmen der letzten Zeit weist „Happy Feet“ auch deutlich mehr Tiefgang auf. Nur allzu deutlich werden die Kaiserpinguine als gleichgeschaltete Gemeinschaft kritisiert, die blind und ohne nachzudenken ihrem Führer Noah treu ergeben sind. Wer - wie Mumble – anders ist, muss sich entweder unterordnen oder gehen. Wie schon bei „Schweinchen Babe“ also ein deutlicher Aufruf für mehr Mut zur eigenen Individualität und Freiheit!
 
happyfeet4_b.jpg
 
Perfekt animiert und mit Tiefgang
 
„Happy Feet“ ist der ideale Familienfilm zu Weihnachten, in dem sich auch die Erwachsenen keine Sekunde langweilen dürften. Die Animation erreicht eine kaum da gewesene Perfektion ohne wie bei vergleichbaren Kinoabenteuern steril zu wirken. Auch ohne platte Gags am laufenden Band ist hier jede Menge Spaß und Action geboten. Und auch zum Nachdenken bietet der Streifen jede Menge Anregung.
 
Nic – 30.11.2006 / Fotos: Warner Brothers            


Zu Wasser...

Wasser hat keine Balken ...
Seit Jahrtausenden dienen Schiffe und Boote als Transportmittel für Menschen und Waren. Hier erfahrt ihr mehr über Wasserfahrzeuge ...

mehr erfahren

WAS IST WAS-App

App dich schlau ...
... mit der WAS IST WAS Deutschland-App!
mehr erfahren

Mehr Videos?
Jetzt anmelden!