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Sport & Kultur / Artikel

80. Oscar-Verleihung

Hollywood hat das Fest des Jahres 2008 gefeiert. Die 80. Oscar-Verleihung zeigte die Traumfabrik so, wie die Welt sie sehen will: Glanzvoll, bunt und glamourös. Der rote Teppich vor dem Kodak-Theatre wurde zum Laufsteg für Stars und Sternchen, die den Glanz im Licht der Weltöffentlichkeit genossen. Im Jahr der Oscar-Verleihung werden immer Filme ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr angelaufen sind, in diesem Fall also die Filme des Jahres 2007. Auch ein österreichischer Film erhielt die begehrte Statue: „Die Fälscher“ von Stefan Ruzowitzky.

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Die Nacht der Stars
 
Der OscarUm 2.00 Uhr nachts mitteleuropäischer Zeit begann die rund vierstündige Gala der amerikanischen Filmkunst-Akademie. Vorher hatten die Stars auf dem dunkelroten Teppich dem Publikum ihre Designer-Roben vorgeführt. Als Moderator der Zeremonie begrüßte der Talkmaster und Schauspieler Jon Stewart über 3000 Stargäste, die zur Verleihung der Academy-Awards – das ist der offizielle Name des Preises - gekommen waren. Stewart hatte bereits 2006 die Oscar-Nacht moderiert.
 
Die Qual der Wahl
 
Als beste Filme wurden nominiert:
der Thriller "No Country for Old Men",
der Thriller "Michael Clayton",
die Komödie "Juno",
das Drama "There will be Blood" und
die Filmbiografie "Schmetterling und Taucherglocke".

Am Ende war das als haushoher Favorit gehandelte Drama "There will be Blood", seiner Favoritenrolle nicht gerecht geworden. Achtmal nominiert gab es zuletzt nur zwei Statuen für Daniel Day-Lewis als besten Hauptdarsteller und für die beste Kamera.
Abräumer des Abends war mit vier Oscars der Thriller der Coen-Brüder "No Country for Old Men" als bester Film, für die beste Regie und in den Kategorien "Bestes adaptiertes Drehbuch" und "Bester Nebendarsteller". Der Oscar dafür ging an Javier Bardem für seine Rolle als eiskalter Killer.

Weitere Schauspiel-Preise gingen 2008 an Marion Cotillard als beste Hauptdarstellerin. Sie verkörpert in dem Film "La vie en rose" die legendäre französische Sängerin Edith Piaf. Tilda Swinton ("Michael Clayton") wurde als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.

Ratatouille MausefreundZum besten Animationsfilm wurde "Ratatouille" von Brad Bird und Jan Pinkava gekürt.

Als bester Dokumentarfilm erhielt „Taxi to the Dark Side“ die begehrte Statue. In dem Film geht es um einen afghanischen Taxifahrer, der im Sommer 2002 von einer Tour nicht mehr nach Hause gekommen ist. Er wurde verhaftet und später in einer Zelle in Bagram totgeschlagen.

Der Oscar für den besten Filmsong erhielten Glen Hansard und Markéta Irglová für „Falling Slowly“ aus dem Film "Once". Den Preis für die beste Filmmusik bekam Dario Marianelli für den Soundtrack zum Film "Abbitte".

Für sein Lebenswerk wurde der 98-jährige Art Director und Production Designer Robert F. Boyle geehrt. Er war im Laufe seiner 70-jährigen Karriere viermal für einen Oscar für das Beste Szenenbild nominiert worden:1960 für "Der unsichtbare Dritte", 1970 für Norman Jewisons "Gaily", 1972 für "Anatevka" (Fiddler on the Roof, ebenfalls unter der Regie von Jewison) und 1977 für "Der letzte Scharfschütze" (The Shootist) von Don Siegel.

 
Ein Oscar für Österreich
 
Filmplakat Für Österreich war das Holocaust-Drama „Die Fälscher“ nominiert worden. Der von Regisseur und Drehbuchautor Stefan Ruzowitzky inszenierte Film handelt vom größten Geldfälschungsprogramm der Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs. Die Uraufführung des Films fand an der Berlinale 2007 statt, bei der der Film am Wettbewerb teilnahm. Kinostart war am 22. März 2007. Als erster österreichischer Film überhaupt gewann er einen Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“.

Auf der offiziellen Oscar-Seite findest du mehr Informationen über den begehrten Filmpreis - leider nur in englischer Sprache.


Roland Rosenbauer, 25. 2. 2008
Bilder: Filmladen Filmverleih (Die Fälscher), Pixar (Ratatouille)


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