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Sport & Kultur / Artikel

74. Oscarverleihung

Spannung war angesagt. Die Stars und Sternchen der Filmbranche waren gespannt: Wer nimmt dieses Jahr die renommierten Preise mit nach Hause?

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Schon vor der Verleihung der kleinen, 3 Kilogramm schweren, goldenen Statuen herrschte helle Aufregung. Zum ersten Mal seit 1960 fand die rund dreistündige Show tatsächlich in Hollywood statt. Aber: Es sollte Platzprobleme geben. Denn zum ersten Mal wurde die Oscar- Verleihung im neugebauten Kodak-Theatre vorgenommen und das hatte weniger Plätze als das Shrine Auditorium in Los Angeles die Jahre zuvor. Wer sollte also alles erscheinen - wer musste draußen bleiben?
 
Als beste Filme wurden nominiert:
der Kassenknüller "Der Herr der Ringe - die Gefährten",
der in den USA mittlerweile sehr umstrittene "A beautiful mind" über den Mathematiker John Forbes Nash,
der satirische Krimi "Gosford Park",
der Rache- und Beziehungsfilm "In the bedroom" und
der spektakuläre Musikfilm "Moulin Rouge".
 
Am Ende bekam "A beautiful mind" die wohl wichtigsten Auszeichnungen: Er wurde zum besten Film gekürt und Regisseur Ron Howard erhielt die kleine Statue für seine Arbeit. Außerdem bekam Jennifer Connelly den Preis für die beste weibliche Nebenrolle und auch das Drehbuch wurde als beste adaptierte Version mit einem Oscar bedacht.
 
Vor der Oscar-Verleihung wird immer viel spekuliert. Welcher Film wird der erfolgreichste des Jahres? Wird dieses Jahr zum ersten Mal eine farbige Schauspielerin beste Hauptdarstellerin?
 
Und tatsächlich gab es auch bei der diesjährigen Verleihung eine kleine Sensation, denn zum ersten Mal gewann eine farbige Schauspielerin den Oscar für die beste weibliche Hauptrolle. Halle Berry bekam vor lauter Freude gleich einen Heulkrampf als sie die Ehrung für ihren Part in "Monster´s Ball" entgegennahm.
 
Enttäuscht war sicherlich Nicole Kidman und die Macher des Musikfilms "Moulin Rouge": außer der besten Ausstattung und den besten Kostümen, gingen alle anderen Nominierten des Musicals leer aus.
 
Nicht Russell Crowe bekam seinen zweiten Oscar für seine Rolle in "A beautiful mind". Stattdessen wurde auch als bester männlicher Hauptdarsteller ein afroamerikanischer Künstler geehrt: Denzel Washington machte das Rennen für seinen Part in dem Film "Training Day".
Bekommen hat diesen Oscar 1963 Sidney Poitier. 2002 wurde der hervorragende Schauspieler für sein Lebenswerk mit dem Sonderoscar ausgezeichnet.
 
Als bester animierter Film ging "Shrek" aus dem Rennen, während als bester Filmsong auch der Titel zu einem Zeichentrickfilm gewählt wurde: Der Titelsong zur "Monster AG", "If I didn´t have you", gesungen von Randy Newman.
 
Spannend für euch ist sicher auch, welche Preise denn an "Der Herr der Ringe" gingen. Der 1. Teil der Trilogie bekam einen Oscar für die beste Kamera, einen für die beste Filmmusik, einen weiteren für das beste Make-up und - man hätte es sich denken können - für die visuellen Effekte.
 
Mehr zum Oscar, seiner Geschichte und den Nominierten erfahrt ihr auf der inoffiziellen Oscar-Homepage.
 
 
-ab-25.03.02/ Text u. Fotos.

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