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Verspäteter Start
Ursprünglich hätte der Umweltsatellit GOCE (die Buchstaben des Namens sind eine Abkürzung und stehen für "Gravity field and steady-state-Ocean Circulation". Das bedeutet auf Deutsch: "Satellit zur Bestimmung des Schwerefelds und der stationären Ozeanzirkulation".) bereits am 10. September 2008 starten sollen. Wegen eines Fehlers im Leit- und Navigationssystem der russischen Trägerrakete wurde er auf den 16. März 2009 verschoben und blieb wieder am Boden. Der Start musste abgebrochen werden, weil sich der Startturm nicht automatisch zurückzog, wie es normalerweise üblich ist. Erst einen Tag später, am 17. März 2009, hob die Rakete ab und brachte GOCE erfolgreich in seine 283,5 km hohe Umlaufbahn.
Der ESA-Satellit, der 1 Tonne auf die Waage bringt, führt ein Präzisions-Gradiometer zur Messung der Veränderungen des Schwerefelds entlang aller drei Achsen mit. Die erfassten Daten werden zur Erstellung einer Karte des Geoids, der Bezugsfläche der Erde, und von Anomalien des Schwerefelds in hoher Auflösung beitragen. Eine solche Karte wird nicht nur unser Wissen über und unser Verständnis der inneren Strukturen der Erde erheblich erweitern, sondern auch weit genauere Bezugsdaten für Ozean- und Klimastudien und die Erforschung der Ozeanzirkulation liefern. Zu den praktischen Anwendungen dieser Mission gehören außerdem die Bereitstellung von Bezugsdaten über den Meeresspiegel sowie für das Bauwesen und die Städteplanung.
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