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Der Schweizer Physiker Auguste Piccard wurde durch seine Erforschung der Stratosphäre und der Tiefsee bekannt. Am 27. Mai 1931 erregte er weltweites Aufsehen, als er mit einem Ballon erstmalig in die Stratosphäre aufstieg. Durch Jules Vernes Schriften angeregt, hatte er nach dem Prinzip eines Bierbraukessels eine druckbelüftete Kapsel entwickelt. Nach 1937 wandte sich Piccard der Tiefseeforschung zu und suchte in mehreren (vom II. Weltkrieg unterbrochenen) Anläufen mit einer selbstangetriebenen, unbefestigten Tiefseetauchkugel aus Metall den Tiefenrekord zu brechen.
1953 lief Piccards zweites Tiefseetauchgerät "Trieste" vom Stapel. Es handelte sich hier um eine direkte Weiterentwicklung des Vorläufers FNRS-2, der durch Seegang schwer beschädigt worden war. Den Namen erhielt das Boot durch die italienische Stadt Triest, die Piccards Forschungsvorhaben förderte.
Die Besatzung sitzt in einer druckfesten Tauchkugel, die an einem petroleum- bzw. benzingefüllten Auftriebskörper, aufgehängt ist. Dieser Tank ist an der Unterseite durchlässig, was für den Druckausgleich notwendig ist: Die nötige Wassermenge muss in den Tank eindringen können um eine Zerstörung des Tauchbootes zu vermeiden. Das Petroleum wird in der Tiefe – anders als etwa Gas - kaum zusammengedrückt, behält also sein Volumen und damit seinen Auftrieb bei.
Wenn dich die Erforschung der Tiefsee interessiert, dann wirf doch einen Blick in unseren WAS IST WAS Band 32: Meereskunde.
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