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Kein blaues Blut
Joshua Norton war nicht von adeliger Abstammung. Er wurde am am 17. Januar 1811 als Sohn von John und Sarah Norton in England geboren. Amerikanische Quellen geben als Geburtstag den 14. Februar 1819 an, doch dort hatte man keinen Einblick in die Kirchenbücher, in denen das Jahr 1811 eingetragen ist.
So forderte er gleich im Oktober 1859 die Absetzung des Kongresses, der natürlich seinem Herrschaftsanspruch im Wege stand und seine Eingaben konsequent ignorierte. Dieses Schweigen aus Washington wertete Norton als Rebellion, so dass er 1860 mit der Entsendung einer Armee drohte. Sehr zur Verärgerung Seiner Majestät befolgte die US-Armee sein Befehl jedoch nicht, so dass der Kongress nicht aufgelöst wurde. Dies zog weitergehende Erlasse im Jahre 1860 nach sich, wie später sogar die Auflösung der USA. Am 4. August 1869 schaffte er einfach sowohl die demokratische als auch die republikanische Partei per kaiserlichem Erlass ab, was niemand so richtig zu bemerken schien.
Der Pleitier Norton brachte sogar eine eigene Währung heraus, die von seinen „Untergebenen“ augenzwinkernd akzeptiert wurde. Die Banknoten wurden von 50 Cent bis 10$ ausgegeben; auf heutigen Auktionen erreichen die wenigen verbliebenen Scheine Werte von vielen tausend Dollar. Er benötigte kein offizielles Geld, da seine Unterkunft von der örtlichen Freimaurerloge bezahlt wurde, er in sämtlichen Restaurants von San Francisco stets einen Tisch reserviert bekam und seine Währung dort akzeptiert wurde.
Mehr über die Pionierzeit in Amerika findet ihr im WAS IST WAS Band 18 der Wilde Westen. Über geheimnisvolle, verschollene Goldminen lest ihr im WAS IST WAS Band 96 Schatzsuche.
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