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Das Land Samoa besteht aus 15 Vulkaninseln im südlichen Pazifik, die nördlich der Fidschiinseln liegen. Die größten Inseln sind Savai'i und Upolu mit der Hauptstadt Apia und dem internationalen Flughafen. Der heutige Inselstaat umfasst den westlichen Teil der Samoainseln und wird deswegen auch Westsamoa genannt. Der Staat erlangte seine Unabhängigkeit von Neuseeland. Der östliche Teil der Samoainseln gehört zu den USA. Auf Samoa leben rund 180.000 Einwohner,
Wann die ersten Menschen die Inseln erreichten ist unbekannt. Archäologen datieren gefundene Tonscherben auf etwa 1000 v. Chr., seit 200 v. Chr. sind Intensive Beziehungen Samoas zu den Nachbarstaaten Tonga und Fidschi bekannt. Tonga wurde sogar von 940 bis 1250 von Samoa beherrscht.
1722 erreichte der Niederländer Jakob Roggeveen Samoa. Erst mehr als hundert Jahre später begründeten britische Missionare die vorübergehende Vorherrschaft Europas über den Inselstaat und christianisierten die Insulaner. 1839 setzten die USA einen Konsul auf Samoa, die Briten folgten acht Jahre später dem Beispiel. Als das deutsche Konsulat eröffnet wurde gab es dort bereits die Faktorei einer deutschen Handelsgesellschaft aus Hamburg. 1865 richteten die deutschen Handelsherren auf der süßwasserreichen und fruchtbaren Pazifik-Insel die ersten Kokosplantagen ein und holten dafür Plantagenarbeiter aus China und Neuguinea.
Jede der drei Großmächte Großbritannien, Deutschland und die USA versuchte für sich selbst die größtmögliche Machtposition auf der Insel zu erlangen. 1878/79 hatten die Länder Handelsverträge mit Samoa abgeschlossen. Die USA und das Deutsche Reich erhielten wichtige Häfen von den Samoanern. Ab 1879 war der deutsche Konsul über den Munizipalrat sogar direkt an der Regierung des Bezirkes Apia beteiligt. Die anderen Länder verfolgten diese Entwicklung mit Argwohn. 1884 besetzten deutsche Marinesoldaten die Stadt Apia und das Deutsche Reich weitete seinen Einfluss auf Samoa aus.
Nach den Karolinen und den Marianen war Samoa das dritte deutsche "Schutzgebiet" im Pazifik. Die Definition des Protektorats hat sich erst Ende des 19. Jahrhunderts verfestigt. Das Wort kommt aus dem lateinischen protegere, „schützen“ und steht für ein staatliches Territorium, dessen auswärtige Vertretung und Landesverteidigung einem anderen Staat unterstehen. Dieser Vertragsstaat besitzt das Land nicht, er garantiert nur dessen Schutz. Im Gegensatz dazu sind Kolonien im Besitz der jeweiligen Kolonialmacht, die Bewohner deren Untertanen. So war die Reichsmarine zwar häufig in Apia präsent, aber sie durfte nicht unmittelbar auf die Entwicklung vor Ort Einfluß nehmen.
Unabhängig von den Einflüssen der Weltpolitik blieben die Inselbewohner nach dem Ende der kurzen Monarchie zerstritten. Wilhelm Solf, der erste deutsche Gouverneur auf West-Samoa musste zunächst die Einwohner befrieden. Unter dem Motto „Samoa mo Samoa“ (Samoa den Samoanern) hatte sich eine Unabhängigkeitsbewegung gegründet, die Mau. Es gelang Solf, den Widerstand ohne Blutvergießen zu unterdrücken. Die Führer wurden deportert.
Als eine der ersten Inselgruppen Ozeaniens erhielt West-Samoa 1961 die volle Souveränität und wurde ein unabhängiger Inselstaat. Dagegen gehört Ost Samoa nach wie vor den Vereinigten Staaten von Amerika.
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