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WAS IST WAS TV: Eisenbahnen

Ohne Schienen gäbe es keine Züge. Schon vor rund 2000 Jahren gab es etwas Ähnliches wie Schienen. In Pompeji, einer alten Stadt im römischen Reich, hatten Handwerker Spurrillen in die Steinstraßen gemeißelt. So waren die Karren leichter zu bewegen und rutschen nicht immer weg. Vor 300 Jahren kam man dann auf die Idee Schienen aus Eisen zu bauen. Auf Eisenschienen rollen glatte Eisenräder so gut, dass Lokomotiven viele schwere Wagen hinter sich herziehen konnten.

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dampflok_sw2.jpgDrei Männer waren an der bahnbrechenden Erfindung der Züge beteiligt:
Zunächst der Franzose Joseph Nicolas Cugnot. Er baute 1769 den ersten Dampfwagen der Welt. Zum ersten Mal wurde ein Wagen nicht mehr von Pferden gezogen. Es war die erste Maschine, die sich aus eigener Kraft auf einer Straße bewegte. Es hatte drei Räder und war sehr schwerfällig.
 
Einige Jahrzehnte später kam der englische Ingenieur Richard Trevithick auf die Idee, eine Schienenlokomotive für Personen zu bauen. Sie wurde nur zu Vergnügungsfahrten eingesetzt. Schließlich entwickelte der Engländer George Stephenson seine Dampflok, die „Locomotion“. Seine zweite Eisenbahn nannte er „Rocket“. Es war die erste Eisenbahn die regelmäßig Personen beförderte. Sie fuhr zwischen Liverpool und Manchester.
 
adler4.jpgIn Deutschland wurde der „Adler“ sehr berühmt. Mit diesem Zug wurde am 7. Dezember 1835 die erste deutsche Zugstrecke von Nürnberg nach Fürth eröffnet. Der Adler schaffte 40 Stundenkilometer – für die damalige Zeit eine ungeheuere Geschwindigkeit. Heute ist der "Adler" im Nürnberger DB Museum zu bewundern. (s.Foto)
 
Die Erfindung der Eisenbahn machte es möglich, dass Menschen schneller reisen konnten, als sie es mit der Kutsche, dem Pferd oder zu Fuß gewohnt waren. Man konnte plötzlich Orte besuchen, die zuvor nur schwer erreichbar waren. Das Reisen und die Eisenbahn wurden immer beliebter und so wurden immer mehr Schienen verlegt und neue Städte entstanden.
 
eisenbahn_indianer2.jpgDer Ausbau der Schienennetze veränderte ganze Länder. So zum Beispiel auch Amerika. Dort lebten Mitte des 19. Jahrhunderts die meisten Menschen an der Ostküste. Der „Wilde Westen“ war noch den Indianern vorbehalten. Das änderte sich mit dem Bau der Eisenbahnlinie, die quer durch das Land von der Ost- bis zur Westküste verlief. Die Schienen wurden quer durch die Prärie und das Gebiet der Indianer gelegt. Und immer neue Städte entstanden. Die Indianer wurden immer stärker verdrängt.
Auch in anderen Ländern ging der Bau der Eisenbahnstrecken auf Hochtouren weiter.
 
historischer_zug4.jpgAußerdem wurden die Züge ständig weiterentwickelt. Darunter gab es echte Prunkstücke mit allem Komfort der damaligen Zeit, wie der Zug des bayerischen Königs Ludwig II. Die normalen Züge dagegen waren nicht luxuriös. Es gab drei Klassen. Am billigsten fuhr man in der dritten Klasse. Die war aber auch am unbequemsten.
 
Die Arbeit auf einer Dampflok war vor allem auch körperlich sehr anstrengend. Ständig mussten Kohlen verfeuert werden, damit die Loks ihre Geschwindigkeit hielten.
 
fahrer25.jpgHeutzutage haben die Dampfloks ausgedient. Auf den Schienen fahren Züge, die mit Strom angetrieben werden. Auf diese Idee kam Ende des 19. Jahrhunderts der Deutsche Werner von Siemens. Diese Elektrischen oder E-Loks sind schneller, leiser und sauberer als die alten Dampfloks.
 
E-Loks funktionieren über Strom. Über den Schienen laufen Stromleitungen. Ein Stromabnehmer auf dem Dach des Zuges berührt die Leitungen, so dass der Strom in die Lok fließen kann. Mit der Spannung des Stroms werden die Fahrmotoren der E-Lok betrieben. Und Motoren bringen die Lok ins Rollen. Den Wagen, in dem der Lokführer sitzt, nennt man Triebkopf.
 
ice012.jpgBei den neuesten deutschen Intercity-Expresszügen, werden die Wagen nicht von der Lok gezogen. Die Motoren sind nicht mehr an einem Ort angereiht, sondern auf den kompletten Unterboden verteilt.
 
Die Spitzengeschwindigkeiten: Der deutsche ICE fährt über 400 h/km. Der französische TGV holte mit über 500h/km einen Weltrekord. Und der japanische Shinkansen Zug schafft über 440 h/km. Noch schneller soll es in Zukunft mit der Magnetschwebebahn gehen.
 

Du findest die Folge WAS IST WAS TV: Eisenbahn auch auf DVD in unserem Shop.
 


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