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Aktion Rose
Bald wuchsen die Grenzanlagen über Westberlin hinaus. Rund um die geteilte Insel Berlin erreichte die Grenze eine Länge (Umfang) von 155 Kilometern. An der innerdeutschen Grenze zwischen BRD und DDR wurden es sogar knapp 1400 Kilometer. Die DDR-Führung perfektionierte das todbringende System im Lauf der Jahre immer mehr. Sogar heute werden noch vereinzelt Minen im ehemaligen „Todesstreifen“ gefunden. Es ist ratsam, dort nicht spazieren zu gehen.
Am Grenzübergang Bornholmer Straße, im dichtbesiedelten Stadtbezirk Prenzlauer Berg gelegen, war der Ansturm am stärksten. Zunächst reagierten die Grenzwächter abwartend, verwiesen die Menschen auf den nächsten Tag. Dann erlaubsen sie Einzelnen die Ausreise. Der Druck vor dem Schlagbaum wurde so stark, dass die Passkontrolleure und die Grenzsoldaten um ihr Leben fürchteten. Auf eigene Entscheidung stellten sie gegen 23.30 Uhr alle Kontrollen ein. „Wir fluten jetzt!“ kündigte der leitende Offizier der Passkontrolle an; dann wurden die Schlagbäume geöffnet. Die Öffnung der Bornholmer Straße löste eine Kettenreaktion aus: Um Mitternacht standen alle innerstädtischen Grenzübergänge offen. Die Mauer war weg - nach 28 Jahren.

Mehr über die Deutsche Geschichte erfahrt ihr im WAS IST WAS Band 126 Deutschland. Über die Unterschiede der politischen Systeme könnt ihr euch im WAS IST WAS Band 103 Demokratie informieren.
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