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Mit dem Buchdruckerverband war 1848 die erste Gewerkschaft gegründet worden. Eine Gewerkschaft ist eine Organisation von Arbeitnehmern, die deren Interessen durchzusetzen versucht, um etwas an der Arbeitssituation zu ändern. Ein einzelner Arbeitnehmer läuft dagegen immer Gefahr gekündigt zu werden. Darum versucht die Gewerkschaft die Interessen der Arbeiter zu vertreten. Ihr Ziel ist es, Arbeitsplätze zu sichern und die Einkommen der Arbeitnehmer zu erhöhen. Um ihre Forderungen durchzusetzen, benutzt sie z.B. den organisierten Streik als Druckmittel. Die Gewerkschaftsbewegung ist international.
In den mehr als 100 Jahren von der Gründung des Buchdruckerverbandes bis zur Gründung des DGB ist viel passiert. Mitte des 19. Jahrhunderts mussten Bergleute zwölf Stunden täglich, oft auch länger, arbeiten. Von ihrem geringen Lohn mussten die Arbeiter sogar noch das Petroleum für ihre Lampen bezahlen, die sie untertage benutzen, um bei der Arbeit überhaupt etwas sehen zu können. Solche Missstände führten dazu, dass sich immer mehr Arbeiter organisierten und erste Gewerkschaften gründeten.
Die Teilung Deutschlands in Besatzungszonen führte dazu, dass im Osten bereits 1945 der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund FDGB gegründet wurde. Im Westen ließ der Dachverband noch vier Jahre auf sich warten.Als der DGB 1949 endlich gegründet wurde, wählten die Gewerkschaften den SPD-Politiker Hans Böckler zum ersten Vorsitzenden der Organisation. Der DGB sollte die politische Plattform der damals 16 Einzelgewerkschaften sein. Die ersten Debatten im DGB behandelten Themen, die die junge Bundesrepublik bewegten: Wiederbewaffnung, Notstandsgesetze und Ost-West-Konflikt.
Wichtigstes Ziel der DGB-Gewerkschaften war die Verbesserung der sozialen Situation ihrer Mitglieder - also zum Beispiel Lohnerhöhungen und Arbeitszeitverkürzungen durchzusetzen.
In Zeiten der SPD-Bundesregierung in den 1970er Jahren fanden im DGB keine wirklich grundsätzlichen gesellschaftlichen Debatten mehr statt. Parallel zu den Mitgliederzahlen in den Einzelgewerkschaften wuchs der DGB bis 1981 auf 7,9 Millionen.
Die Wiedervereinigung Deutschlands stoppte 1990 den Mitgliederschwund, als die ostdeutschen Gewerkschaften zum DGB stießen. Die Einheit allerdings stellte die Gewerkschaften vor neue Herausforderungen. Den raschen Zuwachs an Mitgliedern konnten die Gewerkschaftsverwaltungen in der gebotenen Schnelle nicht verarbeiten. Auf dem Gebiet der früheren DDR brachen die traditionellen Betriebe zusammen, eine Entwicklung, die sich bald im Westen fortsetzte.
Ein weiteres Problemfeld für die Gewerkschaften nicht nur in Deutschland ist jene Entwicklung, die unter dem Stichwort "Globalisierung der Wirtschaft" zusammengefasst wird. Die nationalen Arbeitnehmer-Vertretungen müssten nicht nur in Europa grenzüberschreitend zusammenarbeiten, doch das ist nicht so einfach wie es klingen mag.
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