- Anzeige -
Anfang des 19 Jahrhunderts änderten sich die politischen Grenzen in Europa. Der Geist der Französischen Revolution war auf andere Länder übergesprungen, und später sorgten Napoleons Feldzüge für ein anderes Europa.
Ein Zar ist ein Kaiser. Mit dem Fall von Konstantinopel betrachteten sich nicht nur die fränkischen Könige als Nachfolger der Weströmischen Kaiser, sondern auch die Großfürsten von Moskau sahen sich als rechtmäßige Erben des oströmischen Kaisertums.
Das russische Volk zahlte dafür jedoch einen hohen Preis. So wurden unter Alexander I. die Zensur und die strengste Überwachung der Büchereinfuhr wieder eingeführt, die Wissenschaft, Literatur und der Unterricht behindert, Untersuchungen wegen demagogischer Umtriebe eingeleitet und allmählich alle Pläne für Reformen und Fortbildung aufgegeben.
Alexander I. starb Kinderlos, und so standen seine Brüder für die Thronfolge bereit.
Was bedeutet der Name "Dekabristen"?
Zar Nikolaus I. reagierte auf die Gefolgsverweigerung mit Gewalt. Der Aufstand wurde nach einem kurzen Gefecht zwischen den Aufständischen und den regierungstreu gebliebenen Gruppen auf dem „Platz des Senats“ niedergeschlagen. Er ließ die Demonstranten niederschießen.
Hunderte von Menschen wanderten in Gefängnisse, wurden ausgewiesen oder zur Zwangsarbeit in Sibirien verurteilt.
In seiner dreißigjährigen Herrschaft sah sich Zar Nikolaus I. als ein Bewahrer und Garant der bestehenden Ordnung sowie Verteidiger der Autokratie und führte einen andauernden Kampf gegen die Revolution. Erst sein Sohn und Nachfolger, Zar Alexander II., griff mit Beginn seiner Herrschaft ab 1855 einige der Forderungen der Dekabristen nach Reformen im russischen Reich auf.
Bewertung insgesamt: