Eva aus Veitsbronn fragt, wie die Verdauung bei Schlangen funktioniert.
- Anzeige -
Wissenschaftler der Universität Jena untersuchten an drei Meter langen Pythons, wie die Tiere es schaffen, plötzlich eine Beute zu verschlingen und zu verdauuen, die manchmal größer und schwerer als die Schlange selbst ist.
Die Pythons verfügten über eine Art "Turbo-Verdauung", bei der sich Leber und Dünndarm bis auf das dreifache vergrößern kann - sie blasen ihre Organe sozusagen auf. Dabei wird der Dünndarm durch den Blutdruck und vielleicht auch Lymphdruck bei Bedarf vergrößert. Wurde die Mahlzeit verdauut, werden der Darm und die Leber wieder kleiner, bis sie den Ruhezustand erreichen.
Für die Schlange ist das Fressen Schwerstarbeit. Schon während sie ihre Beute verschlingt, beginnt sie heftig zu atmen. Herz und Lunge kommen auf Hochtouren. Während der Verdauung selbst, verbraucht die Schlange vierzig Mal mehr Sauerstoff als im Ruhezustand. Eine solche Leistung vollbringt ein Pferd im gestreckten Galopp - allerdings nur für ein paar Minuten. Die Schlange dagegen hält tagelang durch. Nach dem Verdauuen schrumpfen die Organe innerhalb einer Woche wieder auf die normale Größe zurück.
Die Leber wird als Zwischenspeicher genutzt, anschließend werden die Nährstoffe in die Fettdepots transportiert und so kann die Schlange ihre Vorräte nach und nach aufbrauchen.